Flop-Premiere: Nur drei Zuschauer kaufen Ticket für Trump-Film – Experte hat Verdacht

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Melania Trumps 75-Millionen-Film wird zum Kino-Desaster. Zahlen aus London überraschen – in Australien waren es sogar noch weniger.

Washington D.C. – Die Kinokassen bleiben leer, die Plätze gähnen vor Leere: Melania Trumps 75-Millionen-Dollar-Dokumentarfilm „Melania“ steuert auf ein spektakuläres Fiasko zu. Während Donald Trump auf Truth Social behauptet, die Tickets würden sich „schnell ausverkaufen“, erzählen die nackten Zahlen eine ganz andere Geschichte.

Trump-News: Kaum Zuschauer bei Melania-Film – Donald macht Ansage

In London verkaufte das Vue-Kino in Islington nur ein einziges Ticket für die erste Vorstellung am Freitag um 15:10 Uhr. Für die Abendvorstellung um 18 Uhr fanden sich immerhin zwei Zuschauer. Vue-Chef Tim Richards bezeichnete die Verkäufe als „schwach“ und räumte ein, zahlreiche Beschwerdemails von Bürgern erhalten zu haben, die gegen die Aufführung des Films protestierten.

Kennedy Center Honors
US-Präsident Donald Trump und First Lady Melania Trump (Archiv). © Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa

Noch dramatischer sieht es in Australien aus: In einem Kino in Sydney wurde für die erste Vorstellung am Freitag kein einziges Ticket verkauft. In Cronulla hat sich immerhin eine Person für eine Vorstellung angemeldet. Die leeren Kinosäle sprechen eine deutliche Sprache über das mangelnde Interesse der Zuschauer.

Desaster für Melania-Film? Prognose für Rotten Tomatoes

CNN-Datenanalyst Harry Enten machte am Dienstag eine vernichtende Prognose für den Dokumentarfilm. In der Sendung „Erin Burnett OutFront“ erklärte er, dass der Film nach Wettmärkten eine 63-prozentige Chance hat, auf der beliebten Bewertungsplattform Rotten Tomatoes unter 20 Prozent zu landen. „Das ist nicht gut, unter 20 Prozent zu liegen“, warnte Enten. Damit würde sich „Melania“ in so illustre Gesellschaft von Filmen wie der dritten „Der Weiße Hai“-Fortsetzung (1987, 15 Prozent) oder des neunten „American Pie“-Films (2020, 13 Prozent) einreihen.

Die Zahlen für das Eröffnungswochenende sind ernüchternd: Zwischen ein und fünf Millionen Dollar werden für die USA und Kanada prognostiziert. „Nicht so toll“, kommentierte Enten diese Aussichten trocken. Zum Vergleich: Michael Moores „Fahrenheit 9/11“ spielte 2004 am ersten Wochenende 23,9 Millionen Dollar ein – inflationsbereinigt wären das heute 41 Millionen Dollar.

Trump macht Ansage zum Film seiner Frau – Experte hat Verdacht

Trotz der düsteren Aussichten versucht Donald Trump, den Film über seine Ehefrau anzupreisen. Auf Truth Social bezeichnete er die Dokumentation als „MUST WATCH“ und behauptete, die Tickets würden „schnell ausverkauft“ sein. Die Realität in den Kinos weltweit zeichnet jedoch ein völlig anderes Bild.

Amazon MGM Studios hat für das Projekt tief in die Tasche gegriffen: 40 Millionen Dollar für die Filmrechte, weitere 35 Millionen für das Marketing. Diese Gesamtinvestition von 75 Millionen Dollar macht „Melania“ zur teuersten Dokumentarfilm-Produktion aller Zeiten.

CNN-Experte Enten spekulierte über die Verbindung zwischen Amazon-Chef Jeff Bezos und der Trump-Administration: „All die Werbung, all dieser Aufwand, um das Publikum aufzubauen, das derzeit nicht zu strömen scheint, um es tatsächlich zu sehen“. Seit Trumps Wahlsieg im November 2024 ist Bezos‘ Vermögen um 35 Milliarden Dollar gestiegen.

Der Film, der die 20 Tage vor Trumps Amtsantritt im Januar 2025 aus Melanias Sicht zeigt, wird am Donnerstag im Kennedy Center Premiere feiern. Regie führte Brett Ratner, der seit 2017 wegen Vorwürfen sexueller Übergriffe aus Hollywood verbannt ist – Vorwürfe, die er bestreitet. (Quellen: The Daily Beast, The Guardian, CNN, 9News Australia) (jkk)

Информация на этой странице взята из источника: https://www.merkur.de/politik/trump-news-keine-zuschauer-bei-melania-film-ehemann-donald-macht-ansage-94143476.html