Das Bulldog-Treffen in Puchheim-Ort hat Tradition. Die Veranstalter lassen sich Jahr für Jahr ein buntes Programm einfallen. Am kommenden Wochenende ist es wieder so weit – zum vorerst letzten Mal.
Die Bulldog Freunde Puchheim laden für Sonntag, 29. September, zum traditionellen Bulldog-Treffen ein. Wegen der anstehenden Sanierung des Feuerwehrhauses wird es vorerst das letzte sein.
Um 10 Uhr werden Vereinsvorstand Sergius Ruppaner und ein Vertreter der Stadt das nunmehr 23. Treffen der Bulldog Freunde eröffnen. Veranstaltungsort ist beim Feuerwehrhaus Puchheim-Ort. Der Eintritt ist frei. Neben liebevoll restaurierten Traktoren erwartet die Besucher ein buntes Rahmenprogramm.
Dazu zählt der Gröbenzeller Motorsägenschnitzer Richard Litzinger, der seine Holzkunst präsentiert, und Emil Hausner, der gemeinsam mit zwei Musikantenfreunden traditionelle bayerische Wirtshausmusik zum Besten geben wird.
Schmankerl gibt es derweil im Feuerwehrstadel: Der Verein hat einen Koch in den eigenen Reihen, der sich unter anderem mit Bratwürsten und Gulasch um das leibliche Wohl der Gäste kümmert. Später geht es dann zum Nachmittagskaffee ins Kaffeehaus Puchheim.
Kinder, Enkel - jeder hilft jedem.
Besonders für die Kleinen hat sich der gerade mal 45 Mitglieder starke Verein einiges einfallen lassen, wie Schriftführer Arno Mühlbauer und seine Frau Susi erzählen. Neben einem mit Muskelkraft betriebenen Karussell („Da läuft nur der Papa heiß!“) gibt es eine Melkstation, bei der die Kinder sich in landwirtschaftlicher Tätigkeit üben können. Der Schützenverein Gamsjäger Puchheim, der das Treffen mit veranstaltet, bringt zudem einen mobilen Schießstand mit. Der ist elektronisch und eignet sich auch bestens für die Jüngeren.
Das absolute Highlight für die Kinder wird aber die traditionelle Bulldog-Rundfahrt quer über Puchheims Felder und Wiesen sein. Früher habe der Verein auch klassische Bulldog-Fahrten auf der Straße organisiert. Bis zu 200 Traktoren seien mit dabei gewesen. „Heute ist der Aufwand mit Genehmigungen und Streckensicherung zu hoch - für so einen kleinen Verein ist das nicht mehr leistbar“, erklärt Arno Mühlbauer. Daher beschränke man sich mittlerweile auf die Rundfahrt über die Felder für die Kids.
Die Bulldog Freunde hoffen, so auch neue Mitglieder gewinnen zu können: „Wie alle Vereine haben wir Nachwuchsprobleme“, erklärt Arno Mühlbauer das Dilemma. Trotzdem sei es immer wieder erstaunlich, was so ein kleiner Verein auf die Füße stellen kann. Mit einem „Riesenzusammenhalt“ mobilisieren die Vereinsmitglieder für die Vorbereitung der Treffen ihre Familien: „Kinder, Enkel - jeder hilft jedem“, so Mühlbauer.
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Zudem sei das außerordentliche Engagement von Vorstand Sergius Ruppaner erwähnt. Mühlbauer nennt ihn den „Motor des Vereins“. Auch die Gamsjäger, die jetzt zum zweiten Mal mithelfen, sind eine große Stütze für die Bulldog Freunde, denn „anders funktioniert Vereinsleben einfach nicht mehr. Man muss sich unterstützen“, ist sich Mühlbauer sicher. „Wenn die dann Weihnachtsfeier haben, machen wir den Ausschank“, erklärt seine Frau Susi das gegenseitige Geben und Nehmen.
Bis die anstehende Sanierung des Feuerwehrhauses abgeschlossen ist, wird es erst mal keine weiteren Bulldogtreffen geben. Umso mehr freut sich der Verein auf zahlreiche Besucher. Vielleicht findet sich ja auch das ein oder andere künftige Mitglied.
Von Patrick Tietz