Die Sommerferien sind da, der Kultursommer in Wartenberg ist bereits Geschichte. Die Organisatoren ziehen im Gespräch mit unserer Zeitung hochzufrieden Bilanz. Die fünfte Auflage hat die bisherigen Rekorde pulverisiert. Insofern ist es keine Überraschung, dass die Vorbereitungen für 2025 bereits auf Hochtouren laufen. Eine angesagte Band in der Region steht bereits fest, und auch ein ganz neuer Programmpunkt ist in Planung.
Wartenberg – „Es war ein Sommer voller Kultur in Wartenberg, bei super Wetter und vor der schönsten Kulisse überhaupt im Landkreis“, schwärmt Max Kronseder. Er ist bei dieser Feststellung als Wartenberger nicht ganz unparteiisch, als Musiker selbst mit seiner Band DeSchoWieda beteiligt gewesen und Teil des dreiköpfigen Organisationsteams mit den Bürgermeistern Christian Pröbst und Bernd Scheumaier.
1400 Besucher wären drin
Kronseder und Pröbst schwärmen noch vom „krönenden Abschluss“ vergangene Woche mit dem Musikkabarett-Duo Ringlstetter und Zinner, das mit 1300 Zuschauern die bisherige unangefochtene Rekordmarke darstellt, auch wenn in vergangenen Jahren schon Künstler wie Martina Schwarzmann, Wolfgang Krebs oder Hans Söllner aufgetreten sind. „Die beiden sind auch hinter der Bühne so richtig nett und griabig“, sagt Pröbst über die beiden Publikumsmagneten.
Recht viel mehr ist zahlentechnisch am Nikolaiberg nicht mehr drin. „Wenn man eventuell das Steuerpult weiter nach hinten schiebt, wären vielleicht noch 100 mehr möglich“, überlegt Pröbst. Dann wären es 1400 Besucher. Eine Marke, die eine in der Umgebung angesagte Band wie Django 3000 vielleicht ja knacken könnte. „Die haben wir schon unter Vertrag“, verrät Pröbst für 2025. Die Folk-, Pop- und Rockband aus dem Chiemgau, die auf Bairisch singt, hat in der Vergangenheit unter anderem am Langenpreisinger Sportplatz zahlreiche Zuschauer angelockt (wir berichteten).
Angesagt sind auch Mittelaltermärkte. Ein solcher soll nun auch im Rahmen des Kultursommers stattfinden. „Er ist in Planung – drei Tage, das Wochenende ist noch nicht fix“, berichtet Pröbst. Zudem werde auch aus dem Bereich Kabarett wieder eine prominente Person auftreten. Auch hier ist man dem Bürgermeister zufolge schon weit, spruchreif sei der Name aber noch nicht.
Vereine profitieren
Auch fürs Kinderprogramm gibt es bereits Ideen, die diesjährigen Klick-Klack-Theater waren laut Pröbst ein voller Erfolg. Insgesamt habe man für alle Altersgruppen und Geschmäcker eine bunte Mischung geboten. „Es war eine wahre Freude“, schwärmt er. Auch der neue Seniorenbeirat sei eingebunden gewesen. Und freilich wieder die Vereine, die abwechselnd die Bewirtung übernahmen. „Für sie ist das eine tolle Einnahmequelle“, findet Kronseder.
Er selbst war wieder mit DeSchoWieda am Start, die Band verlegte, wie berichtet, den Start ihres Konzerts um eine Stunde nach vorne, damit alles pünktlich für das spontan eingerichtete Public Viewing des EM-Achtelfinals der deutschen Kicker gegen Dänemark bereitet war. „Für uns nicht ganz ideal, aber auch kein Killer“, meint Frontmann Kronseder, dessen Mannen diesmal rund 600 Besucher anlockten.
Seine Band, sagt er, wird turnusgemäß dann wieder in zwei Jahren den Nikolaiberg rocken. 2026, blickt er schon voraus, könnte es dann wieder ein Public Viewing geben, dann zur Fußball-WM. Auf die Zeitverschiebung zu den Austragungsorten in Kanada, Mexiko und den USA angesprochen, meint er schmunzelnd: „Dann wird‘s halt ein Night Viewing!“
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Was schon für 2025 wieder eine Option sein könnte, ist eine Indoor-Veranstaltung abseits des Nikolaibergs im Volksfestzelt, wie es sie heuer mit den BR-Brettl-Spitzen am Abend vor dem Anzapfen erstmals beim Kultursommer gegeben hat. Auch das war im vollen Zelt ein Erfolg, wie Kronseder und Pröbst sagen.
Nicht nur den Vereinen was bieten, das hat es laut Bürgermeister mal vonseiten der Bürger in Richtung Marktgemeinde geheißen. Dem kommt man mit dem Kultursommer bestens nach, findet Pröbst. „Und die Leute sind alle gierig drauf“, wie man zum Beispiel auf Facebook lesen könne.
Nachdem in der Anfangszeit auch mal finanzielle Defizite auszugleichen waren, fährt der Markt mit dem Konzept, etwas weniger, dafür namhafte und damit sicherere Frequenzbringer aufzubieten, ganz gut. Gibt es also überhaupt noch Optimierungsbedarf? „Vielleicht noch für schlechtes Wetter ein Dach wie über dem Munich Airport Center“, scherzt Kronseder. Das wäre der angeblich schönsten Kulisse im Landkreis aber wohl eh nicht wirklich zuträglich.