Dießener Töpfermarkt lockt 60.000 Besucher an den See

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Wahrscheinlich der einzige Töpfermarkt mit eigenem Dampferanschluss: Dießen lockte wieder 60.000 Besucher zu seinem Keramikfestival direkt am Ammersee. © Roettig

Ein durchweg positives Resümee über den mit viel Wetterglück zu Ende gegangenen Töpfermarkt zogen Bürgermeisterin Sandra Perzul und Marktleiter Wolfgang Lösche am Sonntag-Abend nach einem letzten Rundgang. Von den Ausstellern gab es viel Lob, was Lösche zusammenfasste: „Es war wieder ein wunderschöner, fröhlicher und für die Werkstätten ein größtenteils wirtschaftlich erfolgreicher Markt“.

Dießen - Rund 60.000 Besucher aus ganz Süddeutschland hatten mit Auto, Bahn und Ammerseedampfer den Weg nach Dießen gefunden, wo 168 Keramikwerkstätten aus zwölf Ländern ihre „Hand-made-Produkte“ anboten – von Gebrauchskeramik für Haus und Garten bis zu hochwertigen Kunstwerken. Bereits vor der offiziellen Eröffnung am Christi Himmelfahrtstag hatte dichtes Gedränge zwischen den Ständen geherrscht. Schließlich ist der wahrscheinlich größte Markt in Deutschland längst zu der Top-Marke in der Europäischen Töpferszene geworden.

Erfolgreicher Dießener Töpfermarkt - Schiffsrundfahrt und Marktrundgang

Bemerkenswert sei laut Wolfgang Lösche, wie gewaltig das Keramikfestival viral gehe: „Es wurde zig-tausendfach fotografiert, gepostet, gelikt und geteilt. Unglaublich, wie präsent der Markt im Internet ist.“ Eine unbezahlbare Werbung für den Touristenort Dießen, so Bürgermeisterin Perzul.

Traditionell wurden die Ehrengäste aus Politik, Wirtschaft und Touristik im Rahmen einer Seerundfahrt auf der „Utting“ von Stegen nach Dießen geschippert, wo sie von Musikanten und einer Kindertanzgruppe des Heimat- und Trachtenvereins „D’Ammertaler Dießen/St. Georgen“ empfangen wurden. Darunter aus dem Bayerischen Landtag Gabriele Triebel und Ludwig Hartmann, Landrat Thomas Eichinger, die Ammersee-Bürgermeister von Utting, Schondorf und Herrsching sowie Landsbergs Oberbürgermeisterin Doris Baumgartl.

Dabei natürlich „Haindling“-Star Hans-Jürgen Buchner, der diesjährige Schirmherr mit seiner Frau Ulrike Böglmüller. Buchner war vor seiner Musikkarriere Keramiker und mit 21 Jahren Bayerns jüngster „Meister für Töpferei und Bildhauerei“. Den Meisterbrief bekam er in der renommierten Landshuter Keramikschule ausgehändigt, die seit vielen Jahren am Dießener Markt teilnimmt. Wieder an Land hat Buchner natürlich den Stand der Landshuter besucht und mit den Schülern gefachsimpelt. Und obwohl sein Anwesen im niederbayerischen Haindling nach eigenen Aussagen vollgepfropft ist mit früheren Keramikarbeiten, konnte er bei einigen Ausstellern nicht widerstehen und kaufte kräftig ein.

Dießener Töpfermarkt: eine Vogel-Flöte für Haindling

Was als Rundgang mit Marktleiter Lösche, Bürgermeisterin Perzul und zahlreichen Gemeinderäten angedacht war, wurde so zum Einkaufsbummel. Völlig begeistert war Buchner am Stand von „Tön & Töne“, der keramische Musikinstrumente feilbot. Hans-Jürgen Buchner kaufte eine Vogelflöte, der man – mit Wasser gefüllt – beim Anblasen Vogelgezwitscher und mehr entlocken kann. Beim Testen wurde er immer wieder von Haindling-Fans unterbrochen, die um Selfie und Autogramme baten, was er geduldig erfüllte.

Haindling auf dem Töpfermarkt 2025
Haindling-Star und Schirmherr Hans-Jürgen Buchner mit seiner Frau beim Testen der Vogelflöte. © Roettig

Der Haindling-Star ließ es sich auch nicht nehmen, bei der Prämierung des erstmals verliehenen Förderpreises für junge Keramiker im Kulturforum „Blaues Haus“ dabei zu sein. Er gratulierte Nora Arrieta aus Höhr-Grenzhausen zu ihrem Werk „Stille Feuer“ und zum Preisgeld von 2.500 Euro, gestiftet von der Keramikbedarf-Firma Andrea Wolbring. Den „Dießener Keramikpreis“ der Brennofenfirma Rohde zum Thema „Farbspiele“ gewann die Leipziger Keramikerin Elke Sada, die im Jahr 2011 schon einmal prämiert wurde.

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