Diese Bilanz kann sich sehen lassen: Rund 60.000 Besucher kamen in den vier Tagen ab Christi Himmelfahrt zum 22. Dießener Töpfermarkt in die Seeanlagen. Damit ist dieses internationale Keramik-Festival das wohl erfolgreichste in ganz Deutschland. Zumal die 165 Aussteller aus 14 Ländern mit ihren Abverkäufen mehr als zufrieden waren. Wobei am Eröffnungstag besonders gute Umsätze erzielt wurden, wie Bayerns Innungsobermeisterin Edith Memmel feststellte.
Dießen - Keramikkünstlerin Sabine Stenert zum Beispiel musste bereits am Freitag ihre Ausstellungstische verkleinern, da viele ihrer Unikate seit Beginn des Marktes an Christi Himmelfahrt schon den Besitzer gewechselt hatten. Monika Drescher-Linke aus dem Bayerischen Wald konnte kaum noch Ware mit nach Hause nehmen, da sie so gut wie ausverkauft war. Selbst im Kulturforum Blaues Haus bei der Sonderausstellung des französischen Keramikzentrums La Borne freute man sich über Aufkäufe durch Museen.
Angenehmer Nebeneffekt und unbezahlbare Werbung für Dießen als Fremdenverkehrsgemeinde waren die zig-tausend Handyfotos vom idyllisch direkt am See gelegenen Markt in den sozialen Medien. Bürgermeisterin Sandra Perzul waren heuer auch die vielen Besucher aus Österreich, der Schweiz und Italien aufgefallen.
Marktleiter Wolfgang Lösche sieht den Erfolg in der großen Vielfalt der keramischen Exponate, die von Gebrauchskeramik für Haus und Garten bis zu hochwertigen Kunstwerken für Sammler reichte. Auch die attraktiven Standpräsentationen und die neuen jungen Aussteller fanden bei den Stammgästen viel Beachtung.