Der Dießener Töpfermarkt (29. Mai bis 1. Juni) würdigt in diesem Jahr erstmals junge Keramikerinnen und Keramiker und ihr Schaffen. Der mit 2.500 Euro dotierte „Förderpreis junge Keramik“ richtet sich an den Töpfernachwuchs bis zu einem Alter von maximal 35 Jahren. Die Bewerbungsfrist läuft noch bis 7. April.
Dießen - Die Werkstücke der Bewerber werden an den Markttagen im Dießener Kulturforum „Blaues Haus“ präsentiert. „Mein Wunsch ist es, dass diese neue Auszeichnung die Augen dafür öffnet, was sich in der Keramik alles entwickelt“, sagt Marktleiter Wolfgang Lösche. Der Dießener Töpfermarkt mit seiner starken internationalen Strahlkraft sei dafür eine geeignete Plattform, dies der Szene und dem Publikum zu vermitteln.
Die Auswahl der Wettbewerbsteilnehmer erfolgt durch eine Jury, wobei nur professionelle Keramiker juriert werden. Bewerben können sich die Teilnehmenden des Dießener Töpfermarktes, aber auch freie Bewerbungen aus dem In- und Ausland seien möglich. Der Förderpreis richte sich an die Keramiksparten Gefäß, Objekt und keramische Skulptur.
Jede Keramik ein Unikat
„Keramik ist weit mehr als nur Form und Funktion. Sie erzählt Geschichten – von Händen, die sie geformt haben, von den Ideen, die sie inspirieren und von der Geduld, die in jedem Brennvorgang steckt. Jede Schale, jede Vase, jede Figur hier ist ein Unikat, ein Ausdruck von Kreativität und Handwerk und wir sind stolz jedes Jahr in unserer Gemeinde so viele Ausstellende begrüßen zu dürfen, die mit Leidenschaft und Hingabe ihre Berufung und ihren Beruf ausüben“, erklärt die Dießens Bürgermeisterin Sandra Perzul.
Am Dießener Töpfermarkt direkt am Ammersee mit Blick auf das Kloster Andechs beteiligen sich in diesem Jahr rund 160 Keramiker aus zwölf Ländern. Das viertägige Festival gilt als einer der größten Keramikmärkte in Europa und hat auch heuer wieder „Keramik am See“ zum Thema. „Das ist nach 25 Jahren der erfolgreichen Präsentation des Marktes inmitten der Seeanlagen zu einem Leitbegriff geworden“, erklärt Marktleiter Lösche. „Viele Werkstätten haben sich auf dieses Thema eingestellt und fertigen Jahr für Jahr neue Arbeiten. Keramik am See wird deshalb auch in Zukunft das Generalthema des Dießener Töpfermarktes heißen.“
„Farbspiele“ im Traidtcasten
Der mit 5.000 Euro dotierte Dießener Keramikpreis mit Ausstellung im historischen Traidtcasten hat in diesem Jahr „Farbspiele“ zum Thema. „Keramische Oberflächen leben vom Farbspiel, das sich auf den Exponaten abbildet und sichtbar wird. Durch die Flammen und Aschen des Holzofens, den Rauchbrand, durch Glasur und Malerei, Kristallglasuren, Salze, Lüster und Oxide auf Irdenware, Steinzeug oder Porzellan erhalten Keramiken ihre typische Farbwirkung“, beschreibt Wolfgang Lösche.
Bewerbungen für den Dießener Keramikpreis müssen bis zum 28. April bei der Marktgemeinde Dießen eingereicht werden. Eine Jury entscheidet, wer zum Wettbewerb und der Ausstellung der Wettbewerbsarbeiten während des Töpfermarktes eingeladen wird. Die Preisverleihung findet traditionell im Traidtcasten statt - in diesem Jahr am 29. Mai. Maren Martell