Die CSU Karlsfeld hat Christian Bieberle einstimmig als Bürgermeisterkandidat für 2026 nominiert.
Karlsfeld – Die CSU Karlsfeld hat schon jetzt den Kommunalwahltag, 8. März 2026, fest im Blick: Während oben im Bürgersaal die Kabarettistin Luise Kinseher ihr Publikum unterhielt, machte sich der Ortsverband in der Zirbelstube des Bürgerhauses Karlsfeld daran, „Demokratie-Geschichte zu schreiben“, wie es Ortsvorsitzender Wolfgang Winkler bei seiner Begrüßung mit großen Worten ankündigte.
Lobeshymnen für den Fraktionsvorsitzenden
Der Ortsverband nominierte unter dem Wahlkommissions-Vorsitz von Landtags-Stimmkreis-Abgeordnetem und CSU-Kreisvorsitzendem Bernhard Seidenath mit den Stimmen aller 32 anwesenden Mitglieder den Gemeinderat und stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Christian Bieberle (50) als CSU-Kandidaten fürs Bürgermeisteramt. Fraktionschef Bernd Wanka hatte Bieberle vorgeschlagen, und alle folgenden Redner stießen ins selbe Horn und sangen Lobeshymnen auf den studierten Bauingenieur.
So etwa der amtierende Bürgermeister der Gemeinde Karlsfeld, Stefan Kolbe: „Nach reiflicher Überlegung habe ich beschlossen, nach dann 18 Jahren kein viertes Mal fürs Amt des Bürgermeisters zu kandidieren.“ Die Gründe seien auch, aber nicht nur gesundheitlicher Natur. „Ich konnte Christian Bieberle vor einiger Zeit überzeugen, zur CSU zu gehen und jetzt auch als Bürgermeister zu kandidieren. Er ist jemand, der Lust auf Politik hat.“ Bieberle habe es fachlich als Bau-Ingenieur drauf und sei auch menschlich ein großer Gewinn für die Gemeinde.
Überraschend schnappte sich der Bürgermeister von Hilgertshausen-Tandern, Markus Hertlein, das Mikrofon und löste sogleich dieses Rätsel. „Ich kenne Christian Bieberle schon ganz lang, denn wir haben zusammen in München Bau-Ingenieur-Wesen studiert. Der Berufswunsch Bürgermeister stand damals noch nicht als erstes auf unserer Agenda.“ Aber Bieberle weise eindeutig Lebens- und Berufserfahrung auf. Sein technischer Sachverstand sei im Amt des Bürgermeisters durchaus von Vorteil für den Umgang mit seiner eigenen Verwaltung sowie allen Gutachtern und Firmen. Auch Erfahrungen in Betriebswirtschaft, Personalwesen und Öffentlichkeitsarbeit bringe Christian Bieberle mit. „Die Person passt, die Ausbildung passt und der Kandidat passt auch“, so Hertlein.
Fundierte Beiträge im Gemeinderat
Lob für den Kandidaten gab es auch von der Leiterin der Verbandsgrundschule Karlsfeld und Gemeinderätin Ursula Weber. Sie kenne Bieberle seit 2009, als sie erst dessen Sohn und später dessen Tochter eingeschult habe. 2017 lernte sie Bieberle im CSU-Ortsverband besser kennen. Im September 2018 wurde er dann als Nachrücker Gemeinderat. Dort ist er laut Weber durch seine fundierten Beiträge zu Bauthemen aufgefallen.
Die Stationen von Bieberles politischem Werdegang skizzierte CSU-Ortsverbands-Geschäftsführer Johann Willibald: 2015 bis 2017 Ortsverbands-Geschäftsführer, 2017 Übernahme des Karlsfelder CSU-Vorsitzes von Bernhard Gaigl, dem jetzigen Vorsitzenden der Senioren-Union im Landkreis Dachau. September 2018 Nachrücker als Gemeinderat. 2020 wiedergewählter Gemeinderat, Baureferent und stellvertretender Fraktionsvorsitzender. 2021 Abgabe des CSU-Ortsvorsitzes an Wolfgang Winkler.
Schließlich meldete sich auch noch Landrat Stefan Löwl zu Wort, der dank seines Wohnsitzes in der Rothschwaige Mitglied im CSU-Ortsverband Karlsfeld ist. „Christian Bieberle ist mir als jemand aufgefallen, der die Sachen hinterfragt und dann die so gebildete Meinung auch offensiv vertritt.“ Am 24. Dezember gab es im Senioren- und Pflegeheim Vincentinum in München, für das Bieberle tätig ist, einen großen Brand. Die Einsatzkräfte hätten Bieberle in den höchsten Tönen für sein tolles Management der schwierigen Situation gelobt, sagte Löwl.
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Tiefer Gestaltungswunsch
Der Kandidat selbst bedankte sich bei Stefan Kolbe für dessen Arbeit als Bürgermeister der zweitgrößten Kommune im Landkreis Dachau in den vergangenen 17 Jahren und dafür, dass dieser ihm die Nachfolge zutraut. Bieberle betonte, er habe den „tiefen Wunsch, etwas zu gestalten“. Er glaube an das Potenzial der Gemeinde. Karlsfeld wolle er weiterentwickeln und damit ein Zuhause für alle Bürger schaffen. Dabei gehe es ihm vor allem um das Alltägliche wie Infrastruktur, soziale Angebote und den Erhalt einer lebenswerten Gemeinde. „Dabei werde ich den Bürgern zuhören, denn sie sind die Experten. Nur gemeinsam können wir im Dialog die besten Lösungen finden. Ich brenne für Karlsfeld.“
rds
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