600 Meter Miteinander: der „Lange Tisch“ in Oberding

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Beste Stimmung trotz Regenschauer: Die Gäste ließen sich nicht vom „Langen Tisch“ vertreiben. Einige Bänke blieben aber leer. © Tobias List

1000 Menschen haben am „Langen Tisch“ zwischen Niederding und Oberding Platz genommen – ein Erfolg. Es wäre aber noch reichlich Platz gewesen. Einige haben sich wohl vom Regenschauer von einem Besuch abhalten lassen.

Oberding – Rund 1000 Besucher haben am Freitagabend auf dem „Langen Tisch“ entlang des Radwegs zwischen Oberding und Niederding gemeinsam gegessen, getrunken und gefeiert. „Der Regen hat uns leider einen kleinen Strich durch die Rechnung gemacht, aber die Stimmung unter den Teilnehmern war riesig“, erklärte Vize-Bürgermeister Anton Nußrainer (CSU), der die Veranstaltung im Rahmen der 1275-Jahr-Feier zur urkundlichen Ersterwähnung der Gemeinde koordinierte.

Auch Festinitiator Christian Kaiser von der Ortsgemeinschaft Oberding zeigte sich zufrieden: „Die Grundidee war, dass es eine nicht-kommerzielle Veranstaltung sein soll, bei der das Miteinander im Vordergrund steht. Und das ist rundum gelungen.“

Feiern unter Nachbarn (v.l.): Tiko Bejko, Linda Notha, Gül Tezcan und Alexander König waren dabei. Sie veranstalten mit weiteren Anwohnern des Straßfeldrings jedes Jahr ein Fest.
Feiern unter Nachbarn (v.l.): Tiko Bejko, Linda Notha, Gül Tezcan und Alexander König waren dabei. Sie veranstalten mit weiteren Anwohnern des Straßfeldrings jedes Jahr ein Fest. © Tobias List

Die ersten Gäste kamen ab 17 Uhr, viele ließen sich auch von den Regenschauern gegen 18 Uhr nicht vertreiben. Danach klarte der Himmel sogar wieder auf. Insgesamt erstreckte sich die gedeckte Tafel über rund 600 Meter. Etwa 70 der 220 aufgestellten Biertischgarnituren blieben jedoch witterungsbedingt leer.

Die Besucher brachten ihre eigenen Speisen und Getränke mit, setzten sich mit Familie, Freunden oder Nachbarn an die Tische – oder lernten neue Leute kennen. Es wurde großzügig geteilt: Auf dem Tisch der Damenrunde vom Oberdinger Kirchenchor standen etwa selbst gebackenes Brot mit Obazda und Dattelaufstrich, Schnitzel, Kartoffelsalat, Fleischpflanzerl, Wurstsalat, Schmalznudeln, Nussschnecken und Auszog‘ne. Dazu wurden Aperol und Lillet serviert.

Die Bewohner des Oberdinger Straßfeldrings hatten sogar einen eigenen Grill mitgebracht. Die Gruppe organisiert regelmäßig ein Nachbarschaftsfest in ihrer Straße. „Unsere Tische sind nicht ganz so lang, aber die Grundidee des gemeinsamen Feierns ist ja dieselbe“, sagte Alexander König lachend.

Auch Gäste von außerhalb waren gekommen. Robert und Alex Grätzlmaier aus Wörth lobten das Konzept, auf kommerzielle Angebote zu verzichten: „Einfach toll, dass es so etwas überhaupt noch gibt“, sagte Alex Grätzlmaier.

„Weil jeder etwas anderes dabeihatte, konnte man überall probieren“, freute sich auch Natascha Jaspers, Schützenkönigin aus Niederding, die mit Vereinskollegen und Nachbarn gekommen war. Heike Birg aus Oberding hatte in der Zeitung vom Fest gelesen und kam spontan mit ihrem dreijährigen Hund Luitpold vorbei: „Für mich stand sofort fest: Da müssen wir beide hin!“

Die Feier am „Langen Tisch“ dauerte bis gegen Mitternacht, viele Besucher hatten ihre eigene Tischbeleuchtung in Form von Windlichtern oder LED-Leuchten mitgebracht. Weiter geht’s mit den Festivitäten zur 1275-Jahr-Feier zunächst beim Oberdinger Ortsfest vom 27. bis 29. Juni und dann beim Niederdinger Ortsfest am 12. und 13. Juli.

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