Jeder zweite Neuwagen, der im Landkreis Miesbach zuletzt zugelassen wurde, fährt elektrisch – entweder mit Hybridunterstützung oder vollständig batteriebetrieben.
Landkreis – Ein zuletzt bayernweit festgestellter Trend schlägt sich auch im Landkreis nieder: Der Anteil der Benziner und Diesel-Pkws geht unter den neu zugelassenen Fahrzeugen rapide zurück. Waren hier im ersten Halbjahr 2024 noch 60,5 Prozent aller Neuzulassungen klassische Verbrenner, sank der Anteil im ersten Halbjahr 2025 auf 51,7 Prozent.
Neuzulassungen
Aus den Zahlen der Zulassungsstelle geht in der Folge auch hervor: Fast jedes zweite neu zugelassene Fahrzeug im Landkreis war zuletzt entweder ein Elektroauto oder ein Hybridmodell, da weitere Antriebsarten wie Flüssiggas (LPG), Erdgas (CNG), Wasserstoff und andere Nischenkraftstoffe nur einen marginalen Anteil ausmachen.
In absoluten Zahlen bedeutet das: Von Januar bis Juni dieses Jahres kamen auf 651 neuzugelassene Benziner und 463 Diesel-Pkw insgesamt 560 Hybridmodelle und 296 reine Elektroautos. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 911 Benziner, 613 Diesel-Autos, nur 248 Elektroautos und 522 Hybride.
Bayern-Durchschnitt
Damit folgt die Statistik einer überregionalen Entwicklung. Im bayernweiten Durchschnitt war der Anteil der Verbrenner, wie berichtet, im ersten Halbjahr dieses Jahres sogar noch stärker zurückgegangen. Von ebenfalls über 60 Prozent im Vorjahreszeitraum sank der Wert auf 43,5 Prozent, Elektro- und Hybridautos waren bereits in der deutlichen Mehrheit.
Auffällig ist außerdem der Unterschied in den Anteilen der Diesel-Pkw zwischen dem Landkreis und dem Bayern-Durchschnitt. Machten sie unter den reinen Verbrennern bayernweit nur rund 31 Prozent aus, waren es im Landkreis noch fast 42 Prozent.
Bestandsentwicklung
Trotz des hohen Anteils der Elektro- und Hybridautos in den Neuzulassungen, geht der Bestand der Verbrenner in absoluten Zahlen nur wenig zurück. Von gut 39 000 Benzinern, die zum Stichtag 1. Januar 2023 im Landkreis zugelassen waren, blieben rund zwei Jahre später 38 500 übrig. Die Zahl der Diesel-Fahrzeuge verringerte sich im selben Zeitraum von rund 23 000 auf gut 21 000.
Der geringe Rückgang trotz des starken Anstiegs der Hybrid- und Elektroautos ist auch einer Steigerung der Gesamtanzahl der Pkws geschuldet. Im Jahr 2023 waren im Landkreis rund 88 700 Kraftfahrzeuge zugelassen, davon rund 67 800 Pkw. Zwei Jahre später waren es bereits knapp 90 000 Kraftfahrzeuge und rund 68 200 Autos. Mit 672 Pkw pro 1000 Einwohner liegt der Landkreis auf Platz 83 der Städte und Gemeinden mit der höchsten Pkw-Dichte.
Elektro-Anteil
In diesem großen Bestand fristen Hybrid- und Elektroautos prozentual weiterhin ein Nischendasein. Aktuellen Daten des Kraftfahrtbundesamts zufolge waren zum 1. April 2025 rund 6,2 Prozent aller im Landkreis zugelassenen Pkw elektrisch unterwegs. Etwa zwei Drittel davon fahren rein batterieelektrisch, ein Drittel entfällt auf Hybridmodelle, die von Verbrennermotoren unterstützt werden.
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Ein Jahr zuvor, zum 1. April 2024, lag der Elektroanteil noch bei 5,3 Prozent und ein weiteres Jahr zuvor bei 4,4 Prozent. Während der Hybridanteil innerhalb der vergangenen beiden Jahre kaum gestiegen ist – er bewegt sich zwischen 1,9 und zwei Prozent – geht das Wachstum fast ausschließlich auf rein elektrisch angetriebene Fahrzeuge zurück. Die große Mehrheit machen aber weiterhin Verbrenner aus: Anteilig waren zum 1. Januar 2025 rund 56 Prozent aller Pkw lupenreine Benziner und 31 Prozent Diesel-Autos. nap