Wer in den kommenden Monaten Bayrischzell in Richtung Oberaudorf verlässt, muss sich auf Verkehrsbehinderungen einstellen. Denn das Bauamt Rosenheim lässt zwischen Bayrischzell und Sudelfeld bestehende Sicherungsbauwerke sanieren und neue errichten.
Staats- und Bundesstraßen in den Landkreisen Miesbach, Rosenheim, Mühldorf am Inn und Ebersberg vor Georisiken zu schützen – das zählt zu den Aufgaben des Staatlichen Bauamts Rosenheim. Wie dieses mitteilt, wächst an der B307 der Handlungsbedarf, weil in den vergangenen Jahren die Zahl der Ereignisse an der Sudelfeldstraße zugenommen hat. „Ereignisse“, damit meint das Bauamt etwa Felsstürze, Steinschläge und Lawinen. Um den Schutz davor aufrechtzuerhalten, „werden die zahlreichen Sicherungsbauwerke regelmäßig kontrolliert, saniert, aber auch um neue Vorrichtungen ergänzt, wenn dies notwendig ist“, heißt es.
Straße war bei Lawinenabgängen verschüttet
So auch an den Südhängen oberhalb der B307 östlich der Lärcheralm. Hier kam es im Bereich eines kartierten Lawinenstrichs im Winter 2018/19 – Stichwort Katastrophenfall – zu einem Lawinenabgang, bei dem auch die Bundesstraße verschüttet wurde. Vier Mal an insgesamt acht Tagen musste die Bundesstraße damals gesperrt werden. „Daher werden sowohl hier nicht nur bestehende Zäune und Netze saniert, sondern auch neue Sicherungsbauwerke gegen Steinschlag und Lawinen errichtet“, meldet das Bauamt.
Am Montag geht‘s loa, bis Weihnachten soll alles fertig sein
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Mit der Ausführung hat die Behörde eine Fachfirma aus dem Bereich Spezialtiefbau beauftragt. Diese wird am Montag, 18. August, mit den Arbeiten beginnen. Läuft alles nach Plan, sollen Neubau und Sanierung der Sicherungsbauwerke noch vor den Weihnachtsferien abgeschlossen sein. „Da die komplexen Arbeiten im Steilgelände durchgeführt werden müssen, ist der Einsatz eines Hubschraubers erforderlich.“
Abschnittsweise halbseitige Sperrungen
Aus Sicherheitsgründen wird die B307 deshalb während des gesamten Zeitraums abschnittsweise halbseitig gesperrt. Der Verkehr wird mit Ampeln geregelt. Die Kosten in Höhe von rund einer Million Euro trägt der Bund, der damit in die Verkehrssicherheit der Bundesstraße B307 investiert.