US-Kampfjet von Lockheed Martin: F-35 soll zum „Ferrari“ der Lüfte werden

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Die F-35 ist auch in Deutschland immer wieder im Gespräch. Lockheed Martin will den Kampfjet jetzt zukunftssicher machen – und nochmal modernisieren.

Bethesda – Der Rüstungs- und Technologiekonzern Lockheed Martin will den F-35-Kampfjet nochmal deutlich modernisieren. Der Superjet der fünften Generation soll „aufgeladen“ werden, erklärte Geschäftsführer Jim Taiclet am Dienstag. Und zwar mit Technologie, die in Zukunft wohl in Kampfjets der sechsten Generation zu finden sein wird. Ein Bindeglied zwischen den beiden Generationen gewissermaßen.

Dabei ist die F-35 bereits mit der modernste Jet der Welt. Doch künftig soll Amerikas teuerste Waffe auch mit Boeings F-47 Kampfjet konkurrieren können. Boeing und Lockheed Martin wollten beide den nächsten US-Superkampfjet produzieren. Doch letzten Ende gewann Boeing den Auftrag der US-Regierung, den ersten Kampfjet der sechsten Generation zu entwickeln. US-Präsident Donald Trump und Verteidigungsminister Pete Hegseth stellten die F-47 in einer Pressekonferenz im Weißen Haus vor.

Aufrüstung für die F-35: Kampfjet soll jetzt noch moderner werden

Jetzt soll die F-35 und der F-22 Raptor zukunftsfähig gemacht werden. „Es gibt Techniken und Möglichkeiten (…), die wir entwickelt haben (um mit Boeing zu konkurrieren, Anm. d. Red.), die wir hier jetzt einsetzen können“, erklärte Taiclet. „Wir nehmen sozusagen das Chassis der F-35 und machen sie zum Ferrari.“ Von der Aufrüstung könnte auch Deutschland profitieren. Die Bundeswehr hatte im Rahmen des 100 Milliarden Euro schweren Sondervermögens zur Aufrüstung auch 35 F-35 Lightning II Jets gekauft.

Taiclet erklärte, dass die aufgerüstete F-35 bis zu 80 Prozent der Fähigkeiten eines echten Kampfjets der sechsten Generation biete, jedoch zur Hälfte des Preises. „Wir glauben, dass wir den größten Teil des Weges zur sechsten Generation zur Hälfte der Kosten zurücklegen können.“ Letztlich müsse allerdings noch die US-Regierung darüber entscheiden, welche Kampfjet-Technologien der sechsten Generation auch an Verbündete exportiert werden könne.

F-35 soll zum Kampfjet der sechsten Generation werden und das zum halben Preis

Tatschlich ist das Konzept nicht neu, ältere Kampfjet-Modelle mit neuer Technologie aufzuwerten. Die seit den 70er Jahren im Dienst der US-Air-Force stehende F-15, wurde mit Kampfjet-Technologien der fünften Generation aufgewertet, wie das Militärmagazin Defense News schreibt. Auch der europäische Eurofighter Typhoon wird konstant weiterentwickelt und an die Herausforderungen der modernen Kriegsführung angepasst.

Lockheed Martin geht es als einer der größten Rüstungskonzerne der Welt aktuell sehr gut. Aufgrund des Ukraine-Kriegs und dem anhaltenden Rüstungsboom verzeichnete Lockheed im ersten Quartal von 2025 ein Umsatzplus von vier Prozent. Und das, obwohl die F-35 vor allem in Europa in letzter Zeit für negative Schlagzeilen in der Presse gesorgt hat.

Ein Lockheed Martin F-22 Raptor Kampfjet und eine F-35 in Formation.
Ein Lockheed Martin F-22 Raptor Kampfjet und eine F-35 in Formation. © IMAGO/Andy Rouse / Avalon

Trotz möglichem „Kill-Switch“: Die Bundeswehr setzt auf die F-35 für die Luftwaffe

Ein Gerücht über einen sogenannten „Kill-Switch“ machte die Runde. Demnach könnte das Weiße Haus per Knopfdruck die an Verbündete ausgelieferten F-35-Kampfjets abschalten, wie etwa Defence Network und andere Medien berichtet hatten. Lockheed Martin und das Pentagon bestritten die Vorwürfe. Tatsächlich sind sich Militärexperten jedoch einig, dass Deutschland keine andere Wahl hat als die F-35 zu kaufen. Denn eine echte europäische Alternative zu dem Kampfjet gibt es nicht.

Der Eurofighter Typhoon ist – trotz konstanter Weiterentwicklung – dem US-Kampfjet deutlich unterlegen. Der Chef der Schweizer Luftwaffe, Peter Merz, erklärte etwa: „Europa ist noch immer am Entwickeln von künftigen Kampfflugzeugen und liegt damit technologisch 20 bis 30 Jahre auf die USA im Rückstand.“ Somit dürfte auch die Bundeswehr die Ankündigung von Lockheed Martin Chef, Jim Taiclet, aufmerksam verfolgt haben. (sischr)

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