Rente statt Reisen: Jayson (23) spart monatlich 1146 Euro für den Ausstieg

Jayson Churn, heute 23, verließ die Schule ohne Abschluss, obwohl er sich für seine Prüfungen angestrengt hatte. Während seine Freunde auf die Universität gingen, hatte er zunächst keinen Plan für seine Zukunft. Er träumte davon, Lkw-Mechaniker zu werden, und bewarb sich bei Transportfirmen in seiner Umgebung.

Laut „I Paper“ begann er als Hofarbeiter, verdiente 3,30 Pfund (etwa 3,78 Euro) pro Stunde, sammelte jedoch wertvolle Erfahrungen. Später erhielt er eine Lehrstelle beim größten Marktführer für Lastwagen in England, DAF, obwohl er keine Qualifikationen vorweisen konnte. Ein Test offenbarte seine Legasthenie, doch sein großes Engagement überzeugte den Arbeitgeber.

„Spare die Hälfte deines Einkommens, aber genieße auch das Leben“

Nach der Ausbildung gründete Churn ein eigenes Logistikunternehmen, das zunächst erfolgreich war. Laut „I Paper“ musste er es jedoch schließen, da Handelsprobleme und Konkurrenzdruck die Gewinne schmälerten. Er wechselte in das Abfalltransportgeschäft seiner Eltern und arbeitet dort heute als Transportmanager.

Um für seine Zukunft vorzusorgen, investiert der 23-Jährige monatlich bis zu 1000 Pfund (etwa 1146 Euro) in einen Aktien- und Anteils-ISA. Laut „I Paper“ hat er bereits 4500 Pfund (etwa 5157 Euro) angespart und setzt auf den Zinseszinseffekt. Er möchte mit 50 oder 55 Jahren finanziell unabhängig sein, um sich dann auf ein eigenes Traumprojekt konzentrieren zu können. Sein Tipp: „Spare die Hälfte deines Einkommens, aber genieße auch das Leben.“

4 Fakten zur Rente 

  1. Langfristiger Rückgang des Rentenniveaus: Das Rentenniveau – also das Verhältnis der durchschnittlichen Rentenhöhe zum Durchschnittslohn – ist in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich gesunken. Laut Angaben der Deutschen Rentenversicherung (DRV) lag es im Jahr 2000 noch bei 52,9 Prozent. Prognosen zufolge wird dieser Wert bis 2035 auf etwa 45 Prozent sinken. Für zukünftige Rentnergenerationen bedeutet dies, dass ihre Renten im Vergleich zu ihren früheren Einkommen deutlich geringer ausfallen könnten.
  2. Anstieg des Renteneintrittsalters: Das gesetzliche Renteneintrittsalter wird schrittweise angehoben. Personen, die ab dem Jahr 1964 oder später geboren wurden, können erst mit 67 Jahren regulär in Rente gehen. Es gibt jedoch Möglichkeiten, früher in den Ruhestand zu treten, entweder durch Abschläge oder durch die sogenannte Rente nach 45 Beitragsjahren.
  3. Wachsende Bedeutung der privaten Altersvorsorge: Die gesetzliche Rente allein wird für viele Menschen künftig nicht mehr ausreichen, um ihren Lebensstandard im Alter zu sichern. Daher empfiehlt die Bundesregierung dringend, eine zusätzliche Altersvorsorge aufzubauen, beispielsweise durch eine betriebliche oder private Rentenversicherung. Beliebte Optionen sind unter anderem Riester- und Rürup-Renten, betriebliche Altersvorsorgen sowie Investitionen in Immobilien oder ETFs.
  4. Einschränkungen bei der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren: Die Möglichkeit, nach 45 Beitragsjahren abschlagsfrei in Rente zu gehen, steht nicht jedem offen. Denn nicht alle Zeiten werden bei der Berechnung berücksichtigt. So können Phasen der Arbeitslosigkeit oder Teilzeittätigkeiten die Anzahl der angerechneten Beitragsjahre reduzieren.