Zukunftsplanung für das „Birkenmoos“ in Lauben

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Ob das Gemeinschaftshaus „Birkenmoos“ im neuen Jahr weiter genutzt werden darf, steht momentan noch in den Sternen. An dem Gebäude sind Sanierungsmaßnahmen in Millionenhöhe fällig. © Sabine Stodal

Die Nutzungserlaubnis für das Gemeinschaftshaus „Birkenmoos“ in Lauben läuft zum 31. Dezember 2025 aus. Denn das im Jahr 1980 erbaute Gebäude weist erheblichen Sanierungsbedarf auf, insbesondere im Hinblick auf den Brandschutz. Der Gemeinderat überprüft derzeit unterschiedliche Möglichkeiten, um die Zukunft des Hauses dauerhaft zu sichern und den Anforderungen gerecht zu werden.

Lauben – Trotz der bestehenden Einschränkungen finden im „Birkenmoos“ in Lauben bis dato weiterhin Veranstaltungen statt, etwa Gemeinderatssitzungen und der Kinderbasar. Der einst beliebte Gastronomiebetrieb mit Biergarten ist allerdings seit Jahren geschlossen. Derzeit nutzt ein Cateringservice die Küche und veranstaltet gelegentlich kulinarische Abende wie italienische Köstlichkeiten oder Burger-Events für die Bevölkerung.

Um zu klären, wie es in Zukunft mit dem Birkenmoos weitergehen kann, hat der Gemeinderat das Ingenieurbüro Haug mit der Überarbeitung des Brandschutzkonzeptes und das Architekturbüro Dengg mit der planerischen Umsetzung beauftragt. Dabei wurden verschiedene Szenarien geprüft - von einer minimalistischen Sanierung, die den Saal und die Brandschutzauflagen sichert, über eine umfassende Sanierung und Modernisierung bis hin zu einem Abriss mit Neubau. Vorgabe war, dass nach Abschluss der Arbeiten wieder eine vollwertige Gastronomie sowie die Rückkehr des Schützenvereins ins Gebäude möglich sein sollen.

Abriss und Neubau wären zu teuer

Die Ergebnisse der Vorplanung wurden kürzlich in einer nichtöffentlichen Sitzung dem Gemeinderat vorgestellt. Wie die Gemeinde im örtlichen Bürgerblatt mitteilte, wurde ein Abriss mit Neubau angesichts der zu erwartenden Kosten in Höhe von acht Millionen Euro verworfen. Bei der Diskussion der Sanierungsvarianten ging es auch um die Frage, ob die Obergrenze für Veranstaltungen im Saal, die derzeit bei 200 Personen liegt, durch umfangreichere Maßnahmen erhöht werden soll. Die Gremiumsmitglieder einigten sich darauf, zunächst die brandschutzrechtlichen Vorgaben, die energetische Sanierung und eine moderne Gestaltung der Räumlichkeiten in den Fokus zu stellen. Sollte das vorgesehene Budget von fünf Millionen Euro dies zulassen, könnte über die nötigen Maßnahmen für eine Nutzung mit mehr als 200 Personen nachgedacht werden.

Das Architekturbüro Dengg überarbeitet die Pläne nun, damit diese im Herbst erneut im Gemeinderat diskutiert und gegebenenfalls verabschiedet werden. Ziel ist, bis Anfang 2026 alle Bauantragsunterlagen zusammenzustellen, um diese beim Landratsamt einzureichen und zügig mit den Ausschreibungen starten zu können. Das bald auslaufende Nutzungsrecht stelle ein Problem dar, so Bürgermeister Mathias Pfuhl im Gespräch mit dem Kreisboten. „Wir brauchen den Dorfsaal dringend, sei es für Bürgerversammlungen, die Aufstellungsversammlungen zur Kommunalwahl 2026, die Jahreshauptversammlungen der Vereine, den Osterkünstlermarkt oder auch für Theater- und Konzertveranstaltungen. Deshalb werden wir versuchen, beim Landkreis eine Verlängerung der Nutzungserlaubnis bis zum Beginn der Sanierungsmaßnahmen zu erreichen.“

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