Viele Themen und erfreuliche Zahlen bei Bürgerversammlung in Wessobrunn

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Gut besucht war die Mehrzweckhalle in Wessobrunn bei der Bürgerversammlung. © Halmel

Bürgerversammlung in Wessobrunn: Zahlen, neue Homepage, Bauboom und Kiga-Erweiterung

Wessobrunn – Trotz Fußball-EM lässt das Interesse an der Bürgerversammlung in Wessobrunn nicht nach. Wie schon im letzten Jahr kamen rund 90 Besucher in die Mehrzweckhalle, um sich über die neuesten Entwicklungen zu informieren.

Traditionell eröffnete Bürgermeister Georg Guggemos die Versammlung mit reichlich Zahlenmaterial. „Die Geburtenzahlen waren in den letzten zwei Jahren stabil, in diesem Jahr sind sie noch etwas mau“, meinte Guggemos zu den sieben Geburten bis Mitte Juni nach jeweils 28 in den beiden Vorjahren. Einen Sprung nach oben gab es indessen bei der Einwohnerzahl um 58 auf jetzt 2.288. „Das schaut‘s gut aus“, freute sich der Rathauschef über den Bevölkerungszuwachs.

Sehr zufrieden zeigte er sich auch mit der Verschuldung in der Gemeinde, die bei 300 Euro liegt, was im Vergleich mit anderen Kommunen sehr niedrig ist. Nichts auszusetzen hatte Guggemos auch an der Wahlbeteiligung bei der Europawahl. „Da lagen wir in Wessobrunn mit 72,7 Prozent über dem Landkreis, der 68,3 Prozent hatte“, führte der Bürgermeister aus, als er die neue Homepage der Gemeinde vorstellte, in der unter anderem diese Zahlen nachzulesen sind. „Wenn jemand langweilig ist, kann man sich gerne darauf spielen“, warb er für den sehr umfangreichen Wessobrunner Internetauftritt.

Nach einem Ausblick auf den zeitlichen Ablauf, wie die neue Grundsteuer vor Ort umgesetzt wird, berichtete Guggemos von einer Premiere, da es im Rathaus erstmals eine Lehrstelle mit einer Auszubildenden gibt. „Bei uns wird auch noch gebaut, da gibt es keinen Abwärtstrend“, erklärte Guggemos mit Blick auf die hohen Zahlen von Baugenehmigungen in der Klostergemeinde, die im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 13 auf 32 zulegten.

Guggemos berichtete zudem von ersten Gedankenspielen über eine Kindergartenerweiterung. „Die Situation ist beengt, deshalb gab es erste Ideen für ein Krippenhaus in Wessobrunn“, sagte Guggemos, was in der Fragerunde zu kritischen Äußerungen führte. Gute Nachrichten hatte der Bürgermeister beim Projekt Feuerwehrhaus/ Vereinsheim in Forst. „Da sind wir zum Glück in eine höhere Förderung gefallen“, rechnet Guggemos nun mit etwa eine Million Euro an staatlicher Unterstützung für das Vorhaben, das aktuell mit 4,3 Millionen Euro veranschlagt ist.

Im Anschluss stellte Melanie Frühholz die Helfer vor Ort (HVO) in Wessobrunn vor, die mit derzeit zwölf ehrenamtlichen Helfern seit der Gründung vor sieben Monaten inzwischen 41 Hilfseinsätze durchführten. „Jeder der möchte und Auto fahren kann, kann bei uns mitmachen. Er oder sie muss nur Zeit mitbringen“, warb die Wessobrunner HVO-Leiterin um weitere Unterstützung.

Max Obholzer berichtete danach über Digitalthemen und Energie. „In Forst gibt es in Sachen Mobilfunk aktuell keine Aktivitäten und Windkraft ist in unsere Gemeinde nicht ausgeschlossen, aber eher unwahrscheinlich“, erklärte der Gemeinderat.

Zum Thema Wasser und Abwasser trat dann wieder Guggemos ans Redepult. „Für die Quellen im Eibenwald brauchen wir ein hydrologisches Basisgutachten“, erläuterte der Rathauschef. Sollte Forst und Paterzell an den Kanal nach Weilheim angeschlossen werden, was eine relativ wahrscheinliche Option für die nächste Jahre sein wird und die nach Abzug von Fördermittel etwa 200.000 Euro kosten soll, „wird es eine Satzung und eine einheitliche Gebühr für alle Kanalnutzer in der Gemeinde geben“, erklärte Guggemos vor der Fragerunde.

In dieser ging es einmal mehr um den Parkplatz an der Mehrzweckhalle, aber unter anderem auch um das Unkraut am Friedhof, den Abbau ungenutzter Telefonmasten, möglichen Bauplätzen im Ortsteil Haid und den Standorten von Blitzgeräten in der Gemeinde, ehe der offizielle Teil nach gut zweieinhalb Stunden endete.

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