Ein Stadtfest für den Klimaschutz: Viele Besucher bei Mitmachaktionen in Weilheim

  1. Startseite
  2. Lokales
  3. Weilheim
  4. Kreisbote

KommentareDrucken

Genuss per Pedes: Die zweite Bürgermeisterin Angelika Flock erradelte sich ihren Smoothie mit Muskelkraft. © Gallmetzer

Der „Klimafrühling Oberland“ ist nach knapp drei Wochen voller Mitmachaktionen am Wochenende zu Ende gegangen. Als krönenden Abschluss feierte Weilheim ein „Klima-Stadftest“, das an verschiedenen Ständen zum Klimaschutz informierte und motivierte.

Weilheim – „Der Klimaschutz hat einen festen Platz in Weilheim“, versicherte die zweite Bürgermeisterin Angelika Flock bei der offiziellen Eröffnung vor dem Stadttheater. Sie betonte die Bedeutung der gemeinsamen Anstrengungen für den Klimaschutz und erklärte: „Das Ziel, dass Weilheim bis 2035 klimaneutral wird, können wir nur erreichen, wenn jeder mitmacht.“ Es sei nicht immer leicht, die alten Gewohnheiten abzulegen, dennoch könnten schon kleine Schritte in der Summe etwas bewirken. Als einen dieser Schritte nahm Flock dankend eine Spende von der VR-Bank Werdenfels, die Franz Bauer samt eines kleinen Ahornbäumchens überreichte, an. Von den gespendeten 1.200 Euro sollen weitere Bäume gepflanzt werden.

Im Stadttheater standen zahlreiche Vorträge auf dem Programm. Im Foyer hatte die Agenda 21, die federführend beim „Tag der offenen Tür fürs Klima“ war, Stände aufgebaut. „Die Agendaarbeit und die Arbeit der Stadt gehören zusammen“, betonte Ottmar Back vom Arbeitskreis „Energie-Klima-Umwelt“.

Interessierte konnten am Klimarechner ihren eigenen CO2-Fußabdruck ausrechnen lassen. Der Arbeitskreis „Mobilität und Verkehr“ versuchte, mit einem Fragebogen ein Stimmungsbild zum Fahrradverkehr einzufangen. Die Qualität der Radwege oder das subjektive Sicherheitsgefühl auf dem Fahrrad gehörten hier ebenso zu den Themen wie persönliche oder äußere Hürden, die Menschen vom Radfahren abhalten. Die Befragung soll in den kommenden Wochen weitergehen.

Vor dem Theater genossen bei strahlendem Sonnenschein viele Besucher das gemütliche Zusammensein bei fairem Kaffee und anderen Leckereien. Heimische Superfoods und Wildgemüse wurden vorgestellt. Pesto aus Giersch, Löwenzahn und Brennnessel, Haferpflanzerl und zahlreiche Sprossen, die es beim Quiz zu erraten galt, machten deutlich, dass gesundes und klimafreundliches Essen lecker und teils sogar ganz umsonst sein kann. Ausschließlich regionale Smoothies verteilten die Mitglieder der Solidargemeinschaft „Weilheim-Schongauer Land“ nebenan. Jedoch mussten die Besucher sich diese erst per Muskelkraft auf dem Radl mit montiertem Mixer verdienen. In den kamen heimischer Joghurt, Minze, Hollersirup und Gurke.

Einen ganz anderen Aspekt der Nachhaltigkeit gab es im „Café VerWeilheim“ auszuprobieren. Dort wurde gemeinsam aus alten Dingen Neues geschaffen. Von Bilderrahmen über Klamotten bis hin zu Kleinmöbeln fand das Upcycling vor allem bei jüngeren Gästen Anklang. Den Farbpinsel schwang auch Arthur, der sich aus einem dicken Rahmen ein kleines Regal bastelte. „Für Legomännchen“, war sich der Junge schon sicher ob der späteren Nutzung seines Werks.

Rund um den Marienplatz waren es mehrere Stände, an denen Wissen und Glück den Passanten kleine Preise bescherten. Eine an mindestens drei Stationen gestempelte Sammelkarte wurde vor der Touristinfo belohnt, wo die Energieberatung der Verbraucherzentrale außerdem wertvolle Tipps lieferte.

Ergänzend zu den Ständen beteiligten sich viele Weilheimer Geschäftsleute an der Aktion und erlaubten bei Führungen Einblicke hinter die Kulissen ihrer Betriebe, um ihr Engagement zum Klimaschutz zu erklären. Städtische Einrichtungen wie Stadtbücherei oder Jugendzentrum sowie die Kirchengemeinden beteiligen sich ebenfalls am Klima-Stadtfest. Den Aktionstag beendete am Abend Christian Springer im Stadttheater mit Kabarett.

Mit dem Kreisbote-Newsletter täglich zum Feierabend oder mit der neuen „Kreisbote“-App immer aktuell über die wichtigsten Geschichten informiert.

Auch interessant

Kommentare