50 Staatschefs kommen zur MSC nach München. Trump schickt Außenminister Rubio, die AfD-Spitze ohne Einladung. Der News-Ticker zur Sicherheitskonferenz.
Das Wichtigste in
diesem News-Ticker
- Rubio reist statt Vance zur Münchner Sicherheitskonferenz – Röttgen erwartet bei Siko 2026 keinen weicheren Ton.
- AfD-Spitze bei MSC 2026 außen vor – Außenpolitiker Frohnmaier reist trotzdem zur Siko in die Landeshauptstadt.
München – Die 62. Münchner Sicherheitskonferenz nimmt Fahrt auf. Ab Freitag versammeln sich bis zum 15. Februar die wichtigsten Akteure der internationalen Politik im Hotel Bayerischer Hof und im Rosewood Munich. Fast 50 Staats- und Regierungschefs haben ihre Teilnahme bestätigt, darunter Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), der eine große deutsche Delegation anführt. Die USA sind anders als im letzten Jahr jedoch nur mit ihrer „Nummer drei“ vertreten: Außenminister Marco Rubio.
Die Konferenz findet in turbulenten Zeiten statt. Der langjährige MSC-Vorsitzende Wolfgang Ischinger betonte gegenüber der Bild-Zeitung: „Die Münchner Sicherheitskonferenz 2026 wird erneut eine zentrale Plattform für den globalen Dialog zu den wichtigsten Fragen der internationalen Sicherheitspolitik sein.“ Wie wichtig die Siko ist, zeigte sich bereits im vergangenen Jahr beim vielbeachteten Auftritt von US-Vizepräsident JD Vance und dessen Kampfansage gegen Europa.
Rubio reist statt Vance zur Münchner Sicherheitskonferenz
In diesem Jahr vertritt jedoch Außenminister Rubio die Trump-Administration in München, nachdem weder Präsident Donald Trump noch Vance anreisen werden. Im diesjährigen MSC-Bericht wird Rubio mit einer deutlichen Aussage zitiert: „Die Weltordnung der Nachkriegszeit ist nicht nur überholt, sie wird inzwischen als Waffe gegen uns eingesetzt.“ CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen erwartet daher keinen weicheren Ton in München. Der wichtigste Zuhörer für Rubio sei – ebenso wie für Vance – US-Präsident Donald Trump. „Und an dessen Erwartungen wird er seine Rede ausrichten, nach meiner Einschätzung“, sagte der Unionsfraktionsvize im Deutschlandfunk.
Mit seinen weiteren Reisezielen nach der Münchner Sicherheitskonferenz setzt Rubio jedoch bereits ein deutliches Zeichen: Am Sonntag wird er in Ungarn erwartet und am Montag in der Slowakei. In beiden Ländern regieren mit Viktor Orbán und Robert Fico EU-Skeptiker und Trump-Verbündete.
AfD-Spitze bei MSC 2026 außen vor
Während die etablierten Parteien auf der Sicherheitskonferenz prominent vertreten sind, blieb die AfD ohne offizielle Einladung für ihre Spitzenvertreter. Weder Parteichefin Alice Weidel noch Co-Chef Tino Chrupalla oder Außenpolitiker Markus Frohnmaier stehen auf der Gästeliste, berichtete dieWelt. Frohnmaier – der in Baden-Württemberg für das Amt des Ministerpräsidenten kandidiert – reist dennoch nach München und plant Gespräche am Rande der Konferenz.
Der außenpolitische Sprecher der AfD-Fraktion freut sich „auf den Austausch mit Sarah Rogers“, einer Unterstaatssekretärin im State Department, die er bereits im Dezember in Washington getroffen hatte. Rogers setze sich „mit großem Engagement für Meinungs- und Redefreiheit ein“, so Frohnmaier laut Welt. Drei andere AfD-Abgeordnete – Anna Rathert, Rüdiger Lucassen und Heinrich Koch – erhielten jedoch offizielle Einladungen.
Bei der am Freitag beginnenden 62. MSC wird die bayerische Landeshauptstadt München wieder zur Bühne für die Weltpolitik. Mehr als tausend Teilnehmerinnen und Teilnehmer beraten drei Tage lang über die weltweiten Krisen und Konflikte. Am Freitag ist eine Rede von Bundeskanzler Merz angesetzt – Rubio soll am Samstag sprechen. (Quellen: dpa, Bild, Welt) (fdu)