Freiwillige Feuerwehr Benediktbeuern: Mannschaft wird kleiner, aber jünger

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Ehrungen bei der Benediktbeurer Feuerwehr: (hi., v.li.) Bürgermeister Anton Ortlieb, Kreisbrandinspektor Wolfgang Stahl und Kreisbrandmeister Benedikt Mattern mit Josef Aichbichler (45 Jahre aktiver Dienst), Michael Rest (20 Jahre aktiver Dienst), Leonhard Hundegger jun. (Beförderung Feuerwehrmann), Zweiter Kommandant Nikolaus Schwaiger, Zweiter Kommandant Hubert Schmid jun sowie (vorne, v. li.) Stefan Geiger (40 Jahre aktiver Dienst), Peter Kölbl (Beförderung Oberlöschmeister), Georg Rest jun. (Beförderung Oberlöschmeister), Nikolaus Schwaiger jun. (Beförderung Feuerwehrmann), Korbinian Hoiß (Beförderung Oberlöschmeister), Michael Bauer (40 Jahre aktiver Dienst) und Kommandant Daniel Sliva. © Magdalena Kratzer

2024 war für die Feuerwehr Benediktbeuern ein ruhigeres Jahr. Ein neues Nutzfahrzeug und weitere Verbesserungen sind für 2025 in Planung.

Benediktbeuern – Nach dem Hagelunwetter 2023 sowie der 150-Jahr-Feier der Benediktbeurer Feuerwehr war 2024 im Vergleich dazu ein „normales, schönes und ruhiges Jahr“, sagte Kommandant Daniel Sliva bei der Jahresversammlung im Feuerwehrhaus. 39 Mal wurde die Wehr 2024 gerufen, darunter waren sieben Brände, 24 technische Hilfeleistungen und sechs Sicherheitswachen.

Außerdem absolvierten die Mitglieder 19 Übungen und Fortbildungen. Unter anderem wurden die Übungen zur Brandschutzwoche von 2023 nachgeholt. Die Beteiligung war gut, meinte Silva. Dennoch appellierte er an all jene, die nicht so oft bei den Übungen sind, mehr Präsenz zu zeigen. Nur wer übe, sei fit für den Einsatz und „verfällt nicht in Hektik und Panik“.

Feuerwehr Benediktbeuern: Zahl der Mitglieder leicht gesunken

Die Zahl der Mitglieder ist leicht gesunken, nämlich von 100 auf 93. Einige hätten aufgehört, berichtete Sliva, und Neue seien nicht hinzugekommen. Unter anderem habe Wolfgang Rücker nach 43 Jahren den aktiven Dienst verlassen. 40 Jahre war er Löschmeister, Brandschutzbeauftragter und stellvertretender Fähnrich. Von 2003 bis 2009 war Rücker zudem Zweiter Kommandant.

Interessant ist, dass trotz des Rückgangs der Altersdurchschnitt gesunken ist. Er liegt jetzt bei 36 Jahren. „Die Feuerwehr wird jünger“, sagte Sliva. Nachwuchs brauche man immer. Vielleicht komme auch „der ein oder andere zurück zum aktiven Dienst“, hofft er.

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Die Lieferung des neuen Nutzfahrzeugs lässt weiterhin auf sich warten. Das Fahrgestell wurde zwar geliefert, allerdings hatte es statt vier nur dreieinhalb Tonnen zulässiges Gesamtgewicht. Voraussichtlich im Frühsommer soll nun nach entsprechender Auflastung geliefert werden können. Auch die alten Funkgeräte sollen bald ausgetauscht werden. Sliva dankte der Gemeinde, die für die Belange der Feuerwehr „immer offene Ohren hat“.

Ein Großereignis wird der Patronatstag (1. bis 4. Mai) sein. „Die Führung des Einsatzes muss sich aus Benediktbeurer Feuerwehr rekrutieren“, sagte Sliva. Auch für Veranstaltungen, wie etwa die Konzerte im Maierhof, brauche es weiterhin Freiwillige, sonst müsse man überlegen, ob man solche Festivitäten noch durchführen könne. Vorsitzender Sebastian Rieger jun. merkte an, dass man auch für das Sommerkellerfest Helfer beim Auf- und Abbauen brauche.

Dank an „Feuerwehr-Opa“ für 45 Jahre aktiven Dienst

Kreisbrandmeister Benedikt Mattern berichtete aus dem Kreisfeuerwehrverband. Unter anderem setzte man sich mit dem „FF Agent“, dem offiziellen Warnmedium des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) und dessen Nutzungsmöglichkeit auseinander. Auch am Atemschutzkonzept, das Matterns Vorgänger Hanns-Frank Seller auf den Weg gebracht hatte, wurde „intensiv weitergearbeitet“. Geplant ist ein Handbuch mit Orientierungshilfen und Handlungsempfehlungen.

Außerdem gab es zahlreiche Ehrungen. Sliva dankte dem „Feuerwehr-Opa“ Josef Aichbichler für 45 Jahre aktiven Dienst. Kreisbrandinspektor Wolfgang Stahl verlieh Michael Bauer sowie Stefan Geiger das Feuerwehrabzeichen für 40 Jahre aktive Dienstzeit samt Urkunde von Innenminister Joachim Herrmann.

Bürgermeister Anton Ortlieb überreichte Daniel Sliva und Nikolaus Schwaiger für 15 Jahre im Amt der Kommandanten einen „guten Wein“ sowie einen Verzehrgutschein. Für 2025 wünschte Ortlieb den Feuerwehrlern wenig Einsätze. „Und dass ihr immer wieder gesund zurückkommt.“ (maw)

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