Die Landesgartenschau in Kirchheim hat bereits seit ein paar Tagen geöffnet, das vielfältige Angebot begeistert immer wieder Besucher.
Kirchheim – Das Angebot für die Besucher auf der Landesgartenschau (LGS) ist vielfältig. Neben Ideen für den Hausgarten, Möglichkeiten, Gräber anders zu gestalten oder Blumenbeete und -wiesen anzulegen, lotsen die Veranstalter auch mit Kunst und Kulinarik auf das Ausstellungsgelände.
„Glaskultur“ nennt sich eine im zwei-Wochen-Rhythmus wechselnde Ausstellung in einem kleinen, gläsernen Gewächshaus auf dem Weg vom großen Park-Pavillon in Richtung Parksee. Erste Ausstellerin darin ist die Aschheimerin Elke Kleer. Sie zeigt Aktbilder und Blüten auf hölzernem Untergrund. „Normal male ich viel größer und abstrakter, das passt hier aber nicht rein“, sagt Kleer. Sie arbeitet speziell mit Acrylfarben und findet die beiden Wochen auf der Landesgartenschau sehr spannend. „Das Interesse ist groß, leider die Kaufbereitschaft noch nicht so.“
Deutscher Alpenverein stellt aus - Schwerpunkt: Naturschutz
Nach ihr wird der Deutsche Alpenverein das Glashaus beziehen und zwei Wochen lang die „Vielfalt der Bergwelt“ vorstellen. Schwerpunkt wird der Naturschutz sein. Seit vielen Jahren engagiert man sich auf vielfältigen Gebieten im Bereich des alpinen Natur- und Umweltschutzes: Weggebiets-Betreuung, umweltgerechte Führung der Hütten, die Förderung des öffentlichen Verkehrs in die Alpen, Vermittlung des Naturschutzes, Maßnahmen zum Klimaschutz sowie Müllsammelaktionen.
Großes Interesse erfährt auch täglich der Ausstellungsbereich des Landesbundes für Vogelschutz und Naturschutz (LBV), der neben dem Pavillon des Freundeskreises einen kleinen Gartenteich mit Käferkellern, Schmetterlings- und Bieneninseln sowie Kräutern in Hochbeeten aufgebaut hat. Ein weiterer Bereich widmet sich den verschiedenen Arten von Begrünungen und Beeten, vom Blumenkräuter-, zum Sand- oder Kalkstandortbeet. Die LBV-Mitglieder informieren Besucher zudem über Wechselkröten, Fledermäuse, Kräuter oder biologische Wohlfühlgärten.
Umweltgartenverein hat 920 Tomatensorten
Gut 300 verschiedene Pflanzen, Kräuter und Gemüse zum Tauschen hatte der Umweltgartenverein Neubiberg dabei. Bis zum Abend waren alle restlos gegen kleine Spenden verteilt. Viel wurde gefachsimpelt, vor allem mit Tomaten-Experte Thorsten Thron, der sich maßgeblich um die 920 verschiedenen Tomatensorten des Vereins kümmert. Immer wieder kamen die gleichen Fragen nach Gießhäufigkeit, Düngegaben und kleinen Dächern für die Pflanzen. Sehr gefragt waren die schwarzen Tomaten, aber auch Exoten wie die „Jungfer in Grün“, die eine Besucherin als „echten Schatz“ bezeichnete, ebenso die „Kosmea“ oder „Schmuckkörbchen“, an kaum einer Blühpflanze habe man im Garten mehr Freude, sagte Thron.
Große Nachfrage gab es auch im „Kreativmarkt“: 80 regionale Produzenten stellten hier ihre Waren und Erinnerungen rund um die LGS vor. „Frauen kaufen Schmuck und Anstecker, Männer Alkoholisches“, berichtet Verkäuferin Jutta Welser.
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Vor dem Markt hatte Amelio Bellamo seinen Olivenöl-, Tomatensoßen- und Limoncello-Stand aufgebaut. „Wir stellen alles aus unseren eigenen Früchten in den Abruzzen her – das ist keine Industrie-Ware“, sagt Bellomo. Die Besucher der Landesgartenschau probierten auch dementsprechend kräftig.
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