„1250 Jahre Herrsching“: Große Feier mit Festzelt geplant

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Planen die Jubiläumsfestivitäten: die Mitglieder des Vereins „1250 Jahre Herrsching“ um den Vorsitzenden Ludwig Darchinger (hinten, 4.v.r.), Kassier Jörg Ellinger und Zweiten Vorsitzenden Alexander Tropschug (hinten v.r.) mit Bürgermeister Christian Schiller (vorne, 3.v.l.) © Gemeinde Herrsching

Die Gemeinde Herrsching feiert im kommenden Jahr ihr 1250-jähriges Bestehen. Von 7. bis 21. Juni 2026 soll auf dem alten Sportplatz in einem Festzelt groß gefeiert werden. Nun gaben die Organisatoren weitere Details zu den Festivitäten bekannt. Vereine und Institutionen sind aufgefordert, sich einzubringen.

Herrsching – Um es mit den Worten Alexander Tropschugs auszudrücken: „Da passt ein Großteil von Herrsching mit rein.“ Was er zuletzt im Sitzungssaal des Rathauses vollmundig umschrieb, war die Größe des Festzeltes, das im nächsten Jahr zur 1250-Jahr-Feier Herrschings auf dem alten Sportplatz aufgestellt werden soll. Tropschug ist zweiter Vorsitzender des Vereins, den Gemeinderat Ludwig Darchinger eigens für die Vorbereitung des großen Ortsjubiläums gegründet hat. Seit Monaten wird hinter verschlossenen Türen geplant. Bekannt war bisher nur, dass es ein Festzelt geben wird, das von 7. bis 21. Juni 2026 auf dem alten Sportplatz bespielt werden soll. Knapp 2000 Menschen sollen dort Platz finden. Am Mittwochabend gaben die Sprecher mehr Details bekannt.

Tropschug redete nicht lange um den heißen Brei: „Wir suchen Beteiligung, wir suchen Freiwillige für die Festwoche. Täglich 30 bis 50 Helfer“, sagte er. Denn dem Verein „1250 Jahre Herrsching“ gehören aktuell gerade mal 19 Personen an. „Ein tolles, engagiertes Team. Wir sind breit aufgestellt“, sagte Darchinger stolz. Einmal im Monat stecken sie ihre Köpfe zusammen. Was für den Festbetrieb freilich nicht ausreicht, ist mit der Vorplanung allerdings weit vorangeschritten: Für neun Abende ist das Bühnenprogramm festgezurrt.

Unter Vertrag sind Wolfgang Krebs, Roland Hefter, die Kapelle Josef Menzl, bekannt aus dem Bräurosl-Zelt auf der Wiesn, die Bands „DeSchoWieda“, „Django3000“ und „Dreisam-Live“, Leo Reisinger mit „Bavarese“, die Volkssänger-Revue „Brettl-Spitzen“ und eine große Überraschungsband zum Schluss. Für Wolfgang Krebs sind die Tickets ab sofort unter www.1250jahreherrsching.de im Vorverkauf erhältlich. Die noch freien Termine im Festzelt sind in Planung, unter anderem mit dem Jahresempfang der Gemeinde.

Helfer fürs Jubiläum gesucht

Nun werden Vereine und Institutionen aufgefordert, ihren Teil dazu beizutragen, dass die 1250-Jahr-Feier annähernd an die Feier von vor 50 Jahren heranreicht. Zum 1200. Jubiläum war das ganze Dorf auf den Beinen. Das ganze Jahr wurde gefeiert, jeder Verein leistete einen Beitrag – mit großem Straßenumzug in Kostümen und mit Themenwagen. Nach zehn Jahren Pause wurde damals aus Anlass des Jubiläums auch erstmals wieder ein neuer Maibaum aufgestellt.

Ausgelacht hatten die Erlinger die Herrschinger damals – weil sich in Herrsching niemand gefunden hatte, der den Maibaum per Hand und mit Zangen aufstellte und stattdessen zum einzigen Mal in der Maibaumgeschichte Herrschings ein Kran eingesetzt wurde. Hohn und Spott der Nachbarn waren gewiss. Aber Schadenfreude währt selten lange. Als die Erlinger nämlich den Herrschingern vormachen wollten, wie es geht, gab es prompt einen Unfall. Der Erlinger Baum fiel einem Burschen auf den Fuß.

Dass den Herrschingern solch eine Schmach nie mehr widerfährt, dafür steht seit Jahrzehnten Ludwig Darchinger, auch Vorsitzender des Vereins D‘Herrschinger, unter dessen Regie nicht nur das Maibaumaufstellen, sondern auch die Schlossgartenfeste stattfinden. Gemeinsam mit Alexander Tropschug und den Mitstreitern des Festkomitees stellt er nun das nächste Ortsjubiläum auf die Beine, mit der Gemeinde als Sicherheit im Hintergrund. Dafür gibt es bereits einen Gemeinderatsbeschluss, und Bürgermeister Christian Schiller als Unterstützer war bei der Präsentation am Mittwoch natürlich mit dabei. Denn die Kosten sind nicht unerheblich.

„Ziel ist, plus minus null da rauszukommen“, sagte Tropschug. Dies ist der Fall, wenn die Einnahmen aus Getränke- und Kartenverkäufen die Ausgaben decken. Damit dies reibungslos läuft, auch der tägliche Auf- und Abbau, sind aber viele Helfer gesucht. Auch Sponsoren sind willkommen.

Veranstaltungskalender und Ortschronik

Schon heuer im Oktober soll ein Veranstaltungskalender für das Jubiläumsjahr erscheinen, der eine bebilderte Ortschronik enthält. Für deren Inhalt ist Gemeindearchivarin Dr. Friedrike Hellerer mit an Bord, genauso wie für den Inhalt von Geschichtstafeln, die entlang der Promenade aufgestellt werden sollen. „Und die man leicht reinigen kann“, merkte Tropschug süffisant an. Wenn also Vereine, Institutionen oder Gastronomen außerhalb der Festwoche unter dem Jubiläumslogo für das Jubiläumsjahr etwas planen, sind sie willkommen, dies zu melden. Meldeschluss für einen Eintrag in den Kalender ist Mitte Juli.

Christian Schiller richtete am Ende ein Wort an die Adresse der Nachbarn des alten Sportplatzes. Sie „leiden“ zuweilen schon unter Veranstaltungen wie den Promenadenmärkten. Um die Situation mit einem an zehn Tagen bespielten Festzelt zu entlasten, „findet 2026 zum Schutz der Nachbarn kein Pfingst- und kein Nachtmarkt statt“, so Schiller.

Weitere Informationen zum Bühnenprogramm sowie für Sponsoren und freiwillige Helfer finden sich im Internet unter 1250jahreherrsching.de.

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