Das war Glück im Unglück: Ein lebensgefährlicher Vorfall ereignete sich am Donnerstagmorgen auf der A 95 bei Starnberg.
Starnberg - Die Verkehrspolizeiinspektion Weilheim berichtet von einem dramatischen Vorfall, der sich am Donnerstagmorgen auf der Autobahn A 95 ereignet hat und der nur mit viel Glück glimpflich ausgegangen sei. Ein 39 Jahre alter Berufskraftfahrer aus Dachau befuhr mit seinem Lkw die rechte Spur der Autobahn in Richtung München. Gegen 7.50 Uhr befand er sich zwischen dem Autobahndreieck Starnberg und Oberdill, als es plötzlich zu dem nach Angaben der Polizei lebensgefährlichen Vorfall kam. „Ein größeres Metallteil durchschlug unvermittelt die Frontscheibe des Führerhauses – nur knapp verfehlte es den Kopf des Fahrers. Wie durch ein Wunder blieb der Lkw-Fahrer unverletzt. Hätte das Geschoss ihn auch nur leicht anders getroffen, wären schwerste, möglicherweise tödliche Verletzungen die Folge gewesen“, berichtet ein Polizeisprecher.
Trotz des Schocks reagierte der Fahrer geistesgegenwärtig. Er leitete sofort eine Vollbremsung ein und lenkte den Lastwagen kontrolliert an der Ausfahrt Oberdill von der Autobahn. Durch das abrupte Bremsmanöver kam es auf der A 95 zu einem plötzlichen Rückstau, in dem sich ein kleinerer Auffahrunfall mit zwei Beteiligten ereignete. Dabei entstand nur Blechschaden. Erste Ermittlungen der Verkehrspolizei deuten darauf hin, dass es sich bei dem gefährlichen Flugobjekt um ein Bauteil eines Anhängers handelt. Es gibt Hinweise, wonach das Teil von einem Fahrzeug auf der Gegenfahrbahn stammen und über die Mittelleitplanke geschleudert worden sein könnte.
Die Verkehrspolizei bittet nun dringend um Hinweise aus der Bevölkerung: Wer hat am Donnerstag gegen 7.50 Uhr auf der A 95, insbesondere im Bereich kurz nach dem Autobahndreieck Starnberg in Fahrtrichtung Garmisch-Partenkirchen oder München, verdächtige Beobachtungen gemacht oder kann Angaben zu einem Fahrzeug mit beschädigtem Anhänger machen? Hinweise an (08 81) 64 03 02.