Robert Ertl will richtig Bürgermeister von Aschheim werden

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Die Freien Wähler feiern ihren Kandidaten: Vorsitzender Sepp Lausch (l.) gratuliert Robert Ertl zur einstimmigen Nominierung als Bürgermeisterkandidat. © Nico Bauer

Robert Ertl ist Aschheims erster Bürgermeisterkandidat für die Wahl am 1. Dezember. In der Aufstellungsversammlung der Freien Wähler wurde der aktuelle Zweite Bürgermeister einstimmig nominiert.

Aschheim – Ist er der Amtsinhaber und der Platzhirsch, der in der Aschheimer Bürgermeisterwahl besiegt werden muss? Robert Ertl ist offiziell nur der Zweite Bürgermeister der Gemeinde Aschheim, aber er ist seit mehr als zwei Jahren die Vertretung des erkrankten Bürgermeisters Thomas Glashauser (CSU) und deshalb längst der gefühlte Amtsinhaber, dem man den Chefsessel entreißen möchte. Es passt in das Bild, dass Robert Ertl als erster Bürgermeisterkandidat offiziell nominiert wurde von den Freien Wählern.

Familie unterstützt Robert Ertl

Es passte auch in das Bild des 59-jährigen Aschheimers, dass sich Robert Ertl selbst vorschlug und dann auch bei der Vorstellung keinen stundenlangen Monolog folgen ließ. „Ich habe es mir nicht leicht gemacht“, sagte Ertl zu seiner Entscheidung und er betonte, dass die Familie den Weg auch unterstützen müsse. Und dann war da dieser authentische, urbayerische Mann, der seit 15 Jahren im Gemeinderat sitzt und seit 30 Jahren in der Vorstandschaft des Theatervereins. „Und ich lebe seit 59 Jahren in Aschheim“, sagt er grinsend.

Geplante Urlaubsreise trotz Wahlkampf

Robert Ertl verbiegt sich nicht und lässt deshalb in der heißen Phase des Wahlkampfes auch eine schon vor langem gebuchten Urlaubsreise nicht verstreichen. Der Bürgermeisterkandidat betonte, dass auch sein Chef im Klinikum Ebersberg grünes Licht gegeben habe. Der dortige Geschäftsführer wäre aber nicht unglücklich, wenn er nach der Wahl seinen Leiter Medizintechnik behalten könnte.

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Ertls Vision: Ortsmitte mit dem neuen Rathaus, Kirche und Marktplatz

Robert Ertl ist kein Mann, der Märchen von blühenden Landschaften erzählt. Bei seiner Vorstellung sagte er, dass er die Vereine maximal gut unterstützen möchte. Diese Förderung könne jedoch auch zurückgehen, wenn die finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde nicht mehr hergeben. Ertl sprach über das Ziel der kontrollierten Ortswicklung mit einem überschaubaren Wachstum. „Wir haben in Aschheim eigentlich alles von der Geburt bis ins Grab“, sagte der Bürgermeister-Kandidat, „nur eine Tagespflege fehlt noch. So können wir pflegenden Angehörigen Auszeiten geben.“ Neben der Schaffung bezahlbaren Wohnraums formulierte er noch die langfristige Vision, eine Ortsmitte mit dem neuen Rathaus, Kirche und Marktplatz zu entwickeln.

Bürgertreff schon am Mittwoch am Marktplatz

Die Mitglieder der Freien Wähler waren begeistert. 30 Wahlberechtigte gaben Ertl 30 Stimmen. Daneben wählte man den Vorsitzenden Sepp Lausch zum Ersatzkandidaten. Sollte Ertl aus irgendwelchen Gründen nicht an der Wahl teilnehmen können, wäre der Ortsvorsitzende der Kandidat. Der erste Bürgermeisterkandidat der Gemeinde Aschheim zeigt sich kommenden Mittwoch, 18. September, schon einmal den Bürgern. Ab 15 Uhr trifft er sich am Marktplatz mit Bürgern und stellt sich vor. Am Freitag, 18. September, treffen sich die Freien Wähler am 18 Uhr beim Wagner-Hof (Brennerei „Ascaim“, Ismaninger Straße 5) zur Vor-Wiesn. Der Zweite Bürgermeister zeigt dann schon einmal, dass er auch Bierfässer anzapfen kann.

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