Als bei dem US-Juristen Francisco Burgos im Alter von 46 Jahren Alzheimer diagnostiziert wurde, änderte sich das Leben seiner Familie schlagartig. Wie das US-Wirtschafts- und Nachrichtenportal „Business Insider“ berichtet, zogen die Eltern seiner Ehefrau Zahydie Burgos kurzerhand in das gemeinsame Haus in Orlando im Bundesstaat Florida, um bei der Pflege zu helfen.
Frühe Symptome, späte Gewissheit
Zahydie Burgos schildert gegenüber „Business Insider“, dass sie bereits 2020 erste Veränderungen bemerkte: Ihr Mann habe Mahlzeiten vergessen, Worte nicht mehr gefunden und plötzlich unkontrolliert Geld ausgegeben. Zunächst sei man von Stress oder Depressionen ausgegangen. Erst nach mehreren Arztbesuchen und einer MRT-Untersuchung folgte Anfang 2022 die Diagnose: früh einsetzende Alzheimer-Erkrankung, genetisch bedingt.
Die endgültige Bestätigung erfolgte laut „Business Insider“ an der Johns Hopkins University in Baltimore. Für die Familie sei dies ein Schock gewesen, zumal der Vater des Erkrankten ebenfalls an Alzheimer gestorben war.
Eltern übernehmen Pflege – Ehefrau kann weiter arbeiten
Um den Alltag zu bewältigen, entschieden sich Zahydies Eltern, aus Puerto Rico nach Florida zu ziehen. Laut „Business Insider“ ermöglicht diese Unterstützung der 41-jährigen Psychologin, weiterhin Vollzeit zu arbeiten und zugleich möglichst viel Zeit mit ihrem Mann zu verbringen. Ihr Vater, inzwischen 74 Jahre alt, halte sich bewusst fit, um helfen zu können.
Der Erkrankte könne sich noch selbst versorgen, benötige aber zunehmend Aufsicht. Die Familie habe sich bewusst dafür entschieden, offen mit der Erkrankung umzugehen und über frühe Alzheimer-Symptome aufzuklären, berichtet „Business Insider“.
Alzheimer kann auch junge Familien treffen
Der Fall von Francisco Burgos zeigt, dass die Krankheit nicht nur ein Thema des hohen Alters ist. Früh einsetzende Alzheimer-Erkrankungen verändern Berufsleben, Familienrollen und die gesamte Alltagsorganisation oft innerhalb kurzer Zeit.
Typische Merkmale und Herausforderungen bei Alzheimer sind unter anderem:
- schleichender Beginn mit Gedächtnis- und Wortfindungsstörungen
- zunehmende Einschränkungen bei Orientierung, Planung und Alltagsentscheidungen
- fortschreitender Verlust der Selbstständigkeit bis hin zur Pflegebedürftigkeit
- hohe körperliche und emotionale Belastung für Angehörige
- frühzeitiger Bedarf an Unterstützung, Betreuung und medizinischer Begleitung