Möbel-Riese schließt weitere Filialen – Räumungsverkauf läuft

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Die Möbel-Branche befindet sich unter Druck. Auch eine der bekanntesten Ketten zieht jetzt Konsequenzen und schließt weitere Filialen.

Gelsenkirchen – Der bekannte Möbel-Discounter Roller mit Sitz in Gelsenkirchen (NRW) trennt sich von diversen Filialen. In Husum (Schleswig-Holstein) gingen schon im September die Lichter aus. Kürzlich wurde publik, dass die Standorte in Villingen-Schwenningen und Crailsheim (beide Baden-Württemberg) schließen. Jetzt ist klar, dass zwei weitere hinzukommen: Roller macht die Möbelhäuser in Reutlingen (Baden-Württemberg) und Oldenburg dicht. Gemeint ist nicht das Oldenburg in Niedersachsen, sondern jenes in Holstein.

Die Bilder aus Oldenburg (l.) und Crailsheim hatten Google-Maps-Nutzer in den vergangenen Jahren veröffentlicht. Beide Roller-Filialen stehen vor der Schließung. © Google Maps

Die Schließungen gehen aus lokalen Medien und Anzeigen auf Tag24 hervor, in denen Roller für den jeweiligen Räumungsverkauf wirbt. Und sie wurden auf Anfrage des Münchner Merkur von Ippen.Media auch durch das Unternehmen bestätigt. Die Roller-Märkte „in Villingen-Schwenningen, Crailsheim, Reutlingen und Oldenburg werden bis spätestens Ende Juni schließen. Aktuell läuft der Abverkauf mit stark reduzierten Angeboten“, schreibt Roller. Der Crailsheim-Standort schließe „bis Ende April“, die Geschäfte in Villingen, Reutlingen und Oldenburg je „bis spätestens Ende Juni“ (siehe Übersicht).

Möbel-Riese reduziert Filialnetz: Diese Roller-Märkte schließen oder haben bereits geschlossen

Standort Bundesland Schließung
Husum Schleswig-Holstein September 2025
Crailsheim Baden-Württemberg Ende April 2026
Villingen Baden-Württemberg spätestens Ende Juni 2026
Reutlingen Baden-Württemberg spätestens Ende Juni 2026
Oldenburg Schleswig-Holstein spätestens Ende Juni 2026

Wie viele Mitarbeiter betroffen sind, wurde zunächst nicht bekannt. Roller teilt mit, den Betroffenen werden „alle möglichen offenen Stellenangebote bei ROLLER in der näheren Umgebung aktiv angeboten“. Der Möbelhandel steht momentan sehr unter Druck – das zeigt sich nicht nur bei Roller. So schließt dieser Tage ein echter Möbel-Gigant sein Haus mit stattlichen 14 Stockwerken. Und auch eine andere Kette dünnt ihr Filialnetz aus.

Dazu passt die Begründung, die Roller für die bevorstehenden Filialschließungen anführt. Das Unternehmen teilt mit: „Der Möbelhandel steht derzeit unter spürbarem Druck durch ein zurückhaltendes Konsumverhalten. Wir überprüfen daher unsere Standorte regelmäßig auf Wirtschaftlichkeit und Zukunftsfähigkeit. Auf dieser Grundlage haben wir die Entscheidung zu den Schließungen nach sorgfältiger Prüfung aller Rahmenbedingungen getroffen.“

Möbel-Riese Roller hat nach eigenen Angaben noch mehr als 100 Standorte

Roller setzt an mehr als 100 Standorten auf ein preisbewusstes Konzept mit Möbeln zum Mitnehmen. „Einfach inspirierend günstig“, ist auf der Homepage zu lesen. Dass das nicht immer der Fall ist, zeigte allerdings eine Stichprobe des SWR 2025: Beim Kauf eines Sets vergleichbarer Produkte wie einem Regal, Kleiderbügeln oder einen Stuhl war Roller teurer als Mömax, Poco und Ikea – natürlich nur ein einzelnes, nicht unbedingt aufs ganze Sortiment übertragbares Beispiel. Die Insolvenz einer großen Supermarkt-Kette hat dieser Tage spürbare Folgen für die Kunden. (Quellen: Roller-Antwort auf Anfrage unserer Redaktion, Lübecker Nachrichten, Tag24, SHZ, SWR) (lin)

Информация на этой странице взята из источника: https://www.merkur.de/wirtschaft/moebel-riese-schliesst-weitere-filialen-raeumungsverkauf-laeuft-94141740.html