Grönland-Invasion: Terror-Experte verrät mögliche Trump-Taktik – „Es wird stufenweise geschehen“

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Politikexperte Neumann warnt vor einer militärischen Eskalation. Uneinigkeit gibt es darüber, ob Trump tatsächlich in Grönland einfallen könnte.

Washington, D. C. – Wenn es um Grönland geht, schließt US-Präsident Donald Trump bekanntermaßen nichts aus. Seinem Willen nach soll die größte Insel der Welt möglichst bald in amerikanischen Besitz übergehen. Um das zu erreichen, hält er auch eine völkerrechtswidrige Annexion offen – auch, wenn er diese nicht so bezeichnen würde. Doch wie könnte eine mögliche US-Invasion aussehen?

US-Präsident Trump
Trump beharrt darauf, dass die USA Grönland in ihren Besitz bringen müssten. Anders als er es darstellt spielen hierbei jedoch weniger US-Sicherheitsinteressen eine Rolle, als vielmehr Trumps imperiales Machtstreben. (Archivbild) © Evan Vucci/AP/dpa

Es werde „stufenweise laufen“, sagt der Politikwissenschaftler Peter Neumann in der ZDF-Sendung Markus Lanz. „Da wird es militärische Manöver über Grönland geben. Amerikanische Jets, die ganz niedrig über der Hauptstadt von Grönland fliegen. Provokationen, so wie man das mit Taiwan und China sieht“, so die Einschätzung des Sicherheitsexperten, der Mitglied in der CDU ist.

Politikexperte warnt vor Erpressung durch Trump

Über Trumps mögliche Taktik im Grönland-Konflikt fügte Neumann hinzu: „Und es gibt natürlich auch Möglichkeiten, Europa militärisch zu erpressen. Etwa indem man sagt: Wenn ihr uns nicht Grönland gebt, dann ziehen wir unsere Unterstützung der Ukraine zurück.“ In so einem Szenario sehe es „für die Ukraine wirklich schlecht aus“, so Neumann.

Eine militärische Auseinandersetzung müsse man unbedingt verhindern. „Denn da haben die Amerikaner wirklich die besseren Karten. In dem Moment, in dem die Amerikaner sagen, jetzt geht es aber militärisch los, hat Europa eigentlich schon verloren“, findet Neumann. Unterdessen warnt ein früherer Bundesverteidigungsminister davor, Trumps Grönland-Ambitionen zu unterschätzen.

Zu Guttenberg würde Grönland-Invasion „nicht ausschließen“

Mit Blick auf eine theoretische Grönland-Invasion der USA sagte Karl-Theodor zu Guttenberg in der Sendung Maischberger: „Ich würde es nicht ausschließen. Bei diesem Mann ist überhaupt nichts auszuschließen.“ Eine andere Ansicht vertritt dagegen der amerikanische Politikberater Andrew Langer. Er schloss, ebenfalls bei Maischberger, eine Invasion kategorisch aus.

Mit seinen Drohungen beabsichtigt Trump laut Langer lediglich, eine möglichst gute Verhandlungsposition gegenüber den europäischen NATO-Staaten herzustellen. Ziel des Weißen Hauses sei es, sich einen größeren Einfluss auf das strategisch wichtige Grönland zu sichern. Zuletzt auf eine mögliche Invasion angesprochen wurde Trump am Montag (19. Januar) bei NBC News. Seine schlichte Antwort: „Kein Kommentar“. (Quellen: ZDF, dpa, NBC) (grmo)

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