Davos heute: Trump-Tirade und Grönland-Showdown drohen – Funkspruch kurz vor Flieger-Panne enthüllt
Aktuelle News zu Davos im Ticker: Donald Trumps heutige Rede verzögert sich. Der Grönland-Streit überschattet das Weltwirtschaftsforum (WEF).
Update, 10:41 Uhr: Blick.ch berichtet von Details zum Pannenflug von Donald Trump. Auf dem Weg nach Davos musste die Air Force One aufgrund von technischen Problemen umdrehen. Das Schweizer Medium hat nun einen Mitschnitt der Funkkommunikation veröffentlicht. Demnach hat eine Kontrollstelle den Regierungsflieger aufgefordert, sofort in Kontakt zu treten, „wenn Sie Hilfe benötigen“.
Erstmeldung: Davos – In Davos wird mit großer Spannung der Auftritt von US-Präsident Donald Trump beim Weltwirtschaftsforum (WEF) erwartet. Im Mittelpunkt stehen Themen wie Grönland, Zölle, die Situation im Nahen Osten und die grundlegenden Strukturen der NATO, die den Europäern Sorgen bereiten. In den letzten Wochen hatten die USA den Ton verschärft und eine mögliche Annexion Grönlands nicht ausgeschlossen. In Davos suchen die Beteiligten nun nach Lösungen und Antworten. Trump drohte mit Strafzöllen gegen Deutschland und andere Länder, falls Dänemark Grönland nicht an die USA verkaufen sollte.
Am vergangenen Wochenende einigten sich die meisten europäischen Staaten auf eine klare Antwort an die USA. Die sogenannte Handels-Bazooka, die als schärfste Waffe der EU in einem Handelskonflikt mit den USA gilt, steht ebenfalls im Raum. Heute erreicht der Grönland-Streit in Davos seinen bisherigen Höhepunkt. Obwohl Trump sich wegen einer Flugzeugpanne verspätet, wird seine Rede weltweit mit Spannung erwartet.
Trump heute in Davos erwartet – Rede verzögert sich
In den Wochen vor dem Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos betonte Trump immer wieder sein Ziel, Grönland für die USA zu erwerben. Vor seinem Abflug in die Schweiz zeigte sich der US-Präsident optimistisch: „Ich denke, die Dinge werden gut laufen.“ Er sei zuversichtlich, dass eine Lösung gefunden werde, mit der die NATO und die USA „sehr glücklich“ sein werden. Trump begründete sein Interesse an der Arktisinsel mit Sicherheitsbedenken der USA. Auf die Frage, wie weit er gehen würde, um Grönland in den Besitz der USA zu bringen, sagte er: „Das werden Sie sehen.“
Vor seiner Rede in Davos ließ Trump keinen Zweifel an seiner Entschlossenheit, das international umstrittene Vorhaben mit allen Mitteln zu verfolgen. Als Reaktion auf die Solidarität europäischer NATO-Länder mit Dänemark und Grönland kündigte er an, ab dem 1. Februar Strafzölle gegen Deutschland und andere europäische Staaten zu verhängen, falls Grönland nicht an die USA verkauft wird.
Grönland wird heute großes Thema in Davos
Trumps Vorstoß in der Grönland-Frage verstärkt die Zweifel an der Zukunftsfähigkeit der NATO. Ein NATO-Partner greift öffentlich einen anderen an und untergräbt dessen territoriale Souveränität. Dies wirft Fragen zur Beistandspflicht und anderen Bündniszusagen auf, die die NATO zur mächtigsten Militärallianz der Welt gemacht haben. Sollte der Konflikt um Grönland eskalieren, könnte dies die Stabilität der NATO gefährden.
Donald Trumps Auftritt in Davos könnte die Stabilität der NATO gefährden. Der US-Präsident wird vermutlich während seiner Rede sein Engagement für das Bündnis loben. Er betont, dass er die Verteidigungsausgaben der Mitglieder erhöht habe. Obwohl Trump grundsätzlich zur NATO steht, nutzt er die Abhängigkeit der Allianz von den USA für seine Zwecke. Er macht deutlich: „Wenn die NATO uns nicht hat, ist die NATO nicht sehr stark.“
Der genaue Zeitpunkt von Trumps Rede in Davos ist noch unklar. Wegen technischer Probleme musste seine Regierungsmaschine umkehren. Seine Sprecherin Karoline Leavitt teilte mit, dass der Flug vorsichtshalber abgebrochen wurde. Nun soll es mit einer Ersatzmaschine nach Davos gehen. Ursprünglich war Trumps Rede für 14.30 Uhr geplant, doch der Zeitplan verzögert sich. Der US-Präsident reist mit der größten US-Delegation an, die das Treffen der Topmanager und Spitzenpolitiker in den Schweizer Bergen je gesehen hat. Die Amerikaner haben eine Kirche als Zentrale für ihren Tross gewählt.
Davos 2026: Trump-Rede mit Spannung erwartet
Für Aufsehen sorgte auch Trumps geplantes Projekt eines „Friedensrats“, das er laut Weißem Haus am Donnerstag ankündigen will. Ursprünglich sollte der Rat den Gaza-Friedensplan umsetzen und die Nachkriegsordnung im zerstörten Küstengebiet am Mittelmeer überwachen. Inzwischen wird spekuliert, dass das Gremium, das auf Trump zugeschnitten ist, auch andere Konflikte im Sinne des US-Präsidenten lösen könnte.
Annalena Baerbock, Präsidentin der UN-Vollversammlung, hält eine neue Organisation zur Sicherung des Weltfriedens für überflüssig. Sie betont: „Es gibt bereits „eine internationale Organisation, deren zentrale Aufgabe und Ziel es ist, den Weltfrieden und die internationale Sicherheit zu wahren“.“ Sie fügt hinzu: „Das sind die Vereinten Nationen, in denen aus sehr, sehr gutem Grund alle Staaten der Welt unabhängig von ihrer Größe, ihrer wirtschaftlichen oder militärischen Stärke einen Sitz und eine Stimme haben.“
Vor seinem Abflug nach Davos äußerte Trump jedoch Kritik an den Vereinten Nationen. Er bemängelte, dass sie ihre Möglichkeiten nicht ausschöpfen, ineffektiv seien und den Interessen der USA zuwiderhandeln. Die UN seien „nicht sehr hilfreich“, so der Republikaner. (fbu mit Agenturen)