Macron sorgt bei Davos-Auftritt mit Sonnenbrille für Aufsehen – das steckt dahinter

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Mit Pilotenbrille am Rednerpult: In Davos sorgt Frankreichs Präsident Macron mit seinem Aussehen für Verwunderung. Für Aufklärung sorgte er selbst.

Davos – Der französische Präsident Emmanuel Macron sorgt mit einem ungewöhnlichen Accessoire für Aufsehen. Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos, wo Donald Trumps Übernahmepläne von Grönland das große Thema sind, trägt der 48-Jährige eine auffällige Sonnenbrille, wie sie sonst Piloten tragen. Was steckt hinter diesem Auftritt des sonst so formell auftretenden Präsidenten? Eine Erklärung dafür lieferte er in Davos nicht.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron trägt auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos Sonnenbrille.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron trägt auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos Sonnenbrille. © IMAGO/Sean Kilpatrick

Der Grund für Macrons ungewöhnliches Erscheinungsbild ist medizinischer Natur. Das hatte er selbst einige Tage zuvor bei einem Termin in Frankreich erklärt. Bei seiner Neujahrsansprache vor Soldaten auf der Militärbasis Istres-Le Tubé am 15. Januar trug Macron die Sonnenbrille bereits. „Bitte entschuldigen Sie das unschöne Aussehen meines Auges“, hatte Macron laut Deutscher Presse-Agentur mit geröteten, blutunterlaufenen Auge, gesagt. Es sei nichts Ernstes.

Emmanuel Macron trägt in Davos Sonnenbrille – und scherzt darüber

Macron war auch zu Scherzen aufgelegt. „Sie können es als unfreiwilligen Verweis auf ‚Eye of the Tiger‘ im neuen Jahr betrachten. Für diejenigen, die den Bezug kennen, ist es ein Zeichen der Entschlossenheit.“ Der Präsident spielte damit auf den bekannten Titelsong des Films „Rocky III“ an, der für Kampfgeist und Durchhaltevermögen steht.

Einen Tag später trug Macron die Sonnenbrille auch bei einer Sitzung im Élysée-Palast. „Bitte entschuldigen Sie meine Brille, sie ist einem kleinen Problem geschuldet. Ich muss sie eine Weile tragen, also müssen Sie sich vorerst damit abfinden“, sagte er laut n-tv. Der Palast bestätigte, dass der Präsident an einer geplatzten Ader im rechten Auge leide, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtete. Um sich vor zu starker Lichteinstrahlung zu schützen und gleichzeitig seine öffentlichen Verpflichtungen wahrnehmen zu können, habe er sich für das Tragen einer Sonnenbrille entschieden, hieß es.

Entschlossen trat der französische Staatschef dann auch bei seiner Rede in Davos auf. Darin kritisierte er die von US-Präsident Trump im Grönland-Streit angedrohten Zölle gegen europäische Länder scharf. Auch wenn Macron Donald Trump nicht namentlich erwähnte, warnte er: „Es ist nicht die Zeit für neuen Imperialismus oder neuen Kolonialismus.“ (Quellen: Deutsche Presse-Agentur, Reuters, n-tv) (mt)

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