Mehr als 200 Läufer, Walker und Spaziergänger waren beim Moosburger Silvesterlauf am Start. Daran änderten auch die niedrigen Temperaturen nichts.
Moosburg – Das letzte Highlight des Jahres in Moosburg ist der traditionelle Silvesterlauf. Auch diesmal kamen trotz knackiger Minusgrade mehr als 200 Personen.
Kurz vor 10 Uhr war es am Mittwoch noch recht überschaubar auf dem Platz vor dem Vereinsheim des Alpenvereins in Moosburg. Der große Glühweinkessel dampfte, und ein paar Dreirosenstädter warteten schon auf den Start zum Silvesterlauf. Doch dann ging auf einmal alles ganz schnell – und viele Menschen strömten herbei zu einem Sportevent, das mehr ein Bewegungsevent für alle ist. Trotz des gefrorenen Bodens machten sich über 200 Teilnehmer auf den Weg durch den Stadtwald.
Alle Teilnehmer sind Sieger – und werden mit Glühwein und Urkunden belohnt
Beim Moosburger Silvesterlauf gibt es keine Zeitmessung und keine Spitzenplätze, sondern nur Sieger. Am Ende stehen Glühwein und Urkunden für jeden bereit, der sein Ziel erreicht hat. Angeboten wurden drei Strecken über zehn, sechs und zwei Kilometer. Diese führten zum Großteil durch den Moosburger Stadtwald – und dann ging es auf den Isardamm. Für die lange Strecke lief man die sechs Kilometer und anschließend noch eine Zusatzschleife.
Die mehr als 200 Starter bildeten auch diesmal eine illustre Gruppe. Vorneweg rannte ein Leistungssportler, der schon nach 100 Metern weit vor dem Rest lag. Dann kamen ambitionierte Jogger, entspannte Jogger, Nordic Walker und die klassischen Spaziergänger. Jeder war eingeladen und jeder war ein Sieger, wenn er die ausgewählte Strecke geschafft hatte.
Die Versorgung der Teilnehmer nach dem traditionellen Silvesterlauf war komplett kostenlos, und auch für den Lauf gab es keine Startgebühren. Das war alles über lokale Sponsoren abgedeckt. Der Inhalt der aufgestellten Spendenbox wird im Nachgang für einen guten Zweck gespendet. „Wir haben uns noch nicht über das Spendenziel entschieden“, sagt der Moosburger DAV-Vorsitzende Torsten Koch, „aber jeder Euro wird definitiv gespendet.“
Letzte Amtshandlung des Jahres für den Rathauschef
Der Silvesterlauf war auch die letzte Amtshandlung des Jahres für Bürgermeister Josef Dollinger. Er läutete traditionell mit der Glocke den Lauf ein. Und der war gar nicht so leicht: Der gefrorene Boden hat seine kleinen Tücken, während man in den vergangenen Jahren bei höheren Temperaturen eher Ecken mit Matsch hatte, wo Rutschgefahr bestand.
Aber das passt zu der Philosophie des Alpenvereins, der mit den Menschen die Natur erleben möchte. Schließlich gibt es kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung. Und diesmal wurde am letzten Tag des Jahres eben bei klirrender Kälte, gut eingepackt und mit Motivation auch fürs neue Jahr, gelaufen.