Neujahrsschwimmen in Moosburg: 80 Hartgesottene baden im eiskalten Wasser des Aquaparks

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Den Startschuss fürs 24. Neujahrsschwimmen gab Moosburgs Wasserwacht-Chef Stefan Aigner (r.) vom Ufer aus. © Hermann

Auch wenn die Wasserwacht Moosburg ihre gesetzte Marke von 100 Teilnehmern nicht erreicht hat: Das Neujahrsschwimmen am Aquapark war einmal mehr ein gelungener und erfrischender Start ins neue Jahr.

Moosburg – Bei eisigen -5 Grad tummelten sich am Neujahrstag rund 80 Hartgesottene am Aquapark, um beim traditionellen Neujahrsschwimmen der Wasserwacht Moosburg das neue Jahr mit einem erfrischenden Bad im 5,4 Grad kalten Wasser zu begrüßen. Ganz vorne mit dabei war Martin Hofmann, der das Anbaden vor 24 Jahren ins Leben gerufen hat – im Rahmen einer Wette mit dem damaligen Vorsitzenden Konrad Goldbrunner. „Der Kone ist damals nicht ins Wasser gegangen – ich schon“, erinnerte sich Hofmann. „Und heuer gehe ich bereits das 26. Mal rein, weil ich während Corona auch baden gegangen bin – alleine.“ Warum? „Weil‘s einfach Spaß macht, weil‘s Tradition ist – und wegen der Kameradschaft“, sagt Hofmann im FT-Gespräch. Er ist wenig später einer der Ersten im Wasser.

Im 5,4 Grad kalten Wasser gingen am Neujahrstag 80 Badegäste zum Erfrischen.
Im 5,4 Grad kalten Wasser gingen am Neujahrstag 80 Badegäste zum Erfrischen. © Hermann

Auch für Moosburgs unermüdlichen Dauerläufer Ferdinand Winterstötter ist es eine Ehrensache, ganz vorne mit dabei zu sein – und das seit 20 Jahren. „Es ist einfach Tradition“, sagt er und freut sich, dass er „wieder mit dabei sein kann“. Ebenfalls am Start war Moosburgs Bürgermeister Josef Dollinger, der bei „diesem super Wetter“ zum 19. Mal an dem Event teilnahm und zum 17. Mal ins Wasser ging. Mit Blick auf die vielen Zuschauer, die in dicken Jacken und Mänteln das Geschehen verfolgten und unter die sich auch Landrat Helmut Petz gemischt hatte, sagte er: „Alle, die frieren, müssen ins Wasser gehen, weil drinnen ist es wärmer als heraußen.“

Nach seinem Grußwort ging Moosburgs Bürgermeister Josef Dollinger baden. Landrat Helmut Petz (M.) verfolgte das Geschehen vom Ufer aus.
Nach seinem Grußwort ging Moosburgs Bürgermeister Josef Dollinger baden. Landrat Helmut Petz (M.) verfolgte das Geschehen vom Ufer aus. © Hermann

Diese Erfahrung hat auch Stefan Aigner, der in den Anfangsjahren unter den Neujahrsschwimmern war, gemacht. Daher weiß der Wasserwacht-Chef, „dass der erste Schock im Wasser heuer nicht so groß ist, weil das Wasser wärmer ist“ – in den Jahren zuvor war dies oft anders. Trotzdem konnte er sich selbst heuer nicht überwinden, ein Neujahrsbad zu nehmen. Vielmehr sorgte er persönlich dafür, dass genügend Brennholz in der Feuertonne war, an der sich die Badegäste aufwärmen konnten. Aber „vielleicht“, so sagte er im FT-Gespräch, wird er beim kleinen Jubiläum im nächsten Jahr wieder am Start sein.

Moosburgs Wasserwacht-Chef Stefan Aigner zollte den Neujahrsschwimmen Respekt.
Moosburgs Wasserwacht-Chef Stefan Aigner zollte den Neujahrsschwimmen Respekt. © Hermann

Traditionell im „Wacken“-T-Shirt frischte sich Nandlstadts Bürgermeister Gerhard Betz am Donnerstagvormittag im Aquapark ab – eine Tradition, die er seit 15 Jahren pflegt, „weil‘s Spaß macht und weil man immer nette Leute trifft“. Und weil er ohnehin jemand ist, der – im Sommer – morgens gerne schwimmt, allerdings im Nandlstädter Waldbad.

Für Aufsehen sorgten Kameraden der Feuerwehren Bruckberg und Wang, die – zum Teil mit Helm – ins Wasser gingen. Das wiederum schürte bei Stefan Aigner die Hoffnung, „dass beim Jubiläum auch andere Feuerwehren am Neujahrsschwimmen teilnehmen“. Vielleicht wäre es mal wieder Zeit für eine Wette.