„Wir erwarten nicht viel von dir, liebe Doro“: Jetzt reagiert Bär auf fiese Söder-Attacke

  1. Startseite
  2. Politik

Kommentare

Er erwarte „nicht viel“ von ihr, ätzte CSU-Chef Söder vor gut einem Monat beim Parteitag über Parteifreundin und Bundesministerin Bär. Die Merz-Ministerin berichtet nun, was danach passierte.

München – Was war denn da los? „Keine Frage, wir erwarten uns nicht viel von dir, aber viel Geld nach Bayern, liebe Doro, hä hä, das wäre schön“, rief CSU-Chef Markus Söder beim Parteitag in München am 12. Dezember in Richtung seiner Parteifreundin Dorothee Bär, die Kanzler Friedrich Merz zur Bundesforschungsministerin gemacht hatte.

CSU-Vorsitzender Markus Söder und Forschungsministerin Dorothee Bär bei einem Treffen im Dezember 2025 im Kanzleramt.
Eine unverschämte Aussage von ihrem Chef, CSU-Vorsitzendem Markus Söder, musste sich Forschungsministerin Dorothee Bär beim CSU-Parteitag in München anhören. © IMAGO/Bernd Elmenthaler

Demütigende Worte von Söder seien das gewesen, sagten danach viele, herabsetzend und arrogant. Doch für Dorothee Bär (47) ist die Sache abgehakt, wie die Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt jetzt im Interview mit der Süddeutschen Zeitung sagte: „Ich wusste schon, während er es gesagt hat, dass er es nicht so meint. Er hat sich mittlerweile mehrfach dafür entschuldigt. Und jetzt ist auch mal wieder gut.“ Also: Schwamm drüber.

Dorothee Bär reagiert auf unverschämten Söder-Kommentar beim CSU-Parteitag

Bär sagte in dem Interview weiter: „Markus Söder und ich kennen und schätzen uns schon seit weit über 30 Jahren“. In den sozialen Medien reagierten viele Nutzer jedoch entsetzt auf Söders Worte beim CSU-Parteitag. „Unfassbare Entgleisung und auch Demütigung“, schrieb ein Nutzer auf „X“, ein anderer nannte Söders Kommentar ein „Kompliment mit Keule“.

Söder hatte beim CSU-Parteitag auch über Bär gesagt: „Und jetzt haben wir auch ein Ministerium und die Doro ist unsere Space-Ministerin, das freut mich ganz besonders. Danke auch für deine Arbeit an der Stelle“. Nach diesem recht mageren Lob folgte die freche Aussage, man erwarte nicht viel von Bär. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt, ein weiterer CSU-Politiker im Kabinett von Merz, bekam dagegen überschwängliches Lob von Söder, der derzeit mit einem brisanten Bundesländer-Plan von sich reden macht.

Söder und Bär wurden beim CSU-Parteitag abgewatscht

Später hatte Söder beim Parteitag dann aber ebenfalls nicht mehr gut lachen: Die Delegierten watschten ihn bei der Neuwahl zum Parteivorsitzenden mit dem schlechtesten Ergebnis ab, das Söder bekam, seitdem er seit 2019 Parteichef ist. Nur 83,6 Prozent wollten, dass Söder wieder Chef wird – für die CSU ein desolates Resultat.

Aber auch Dorothee Bär kam bei der Vorstandswahl nicht gut weg: Sie bekam mit 74,6 Prozent noch weniger Stimmen als Söder und das schlechteste Ergebnis aller Kandidaten. Trotzdem wurde sie als eine der Vizevorsitzenden der CSU bestätigt.

Umso besser schnitt Bär bei der letzten Bundestagswahl 2025 ab: In ihrem Wahlkreis, Bad Kissingen in Franken, holte sie sich 50,5 Prozent, so viel wie bundesweit kein anderer Direktkandidat. Bär trat bereits als 14-jährige Schülerin im Jahr 1992 in die Junge Union ein, ihr Vater war CSU-Bürgermeister in der unterfränkischen Gemeinde Ebelsbach. Sie sitzt seit 2002 im Bundestag. (Quellen: dpa, X, Süddeutsche Zeitung, dorothee-baer.de) (smu)

Информация на этой странице взята из источника: https://www.merkur.de/politik/dorothee-baer-reagiert-auf-fiese-soeder-attacke-beim-csu-parteitag-zr-94128671.html