Straßenbaustellen: Hier wird es 2026 für Autofahrer eng

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Von der Megabaustelle künden Schilder an der B472 bei Greiling: Die erste Hälfte der Tölzer Nordspange soll bis Ende 2028 fertig werden. © Hias Krinner

Auf den Landkreis-Straßen wird auch 2026 gebaut: Vor allem bei der Tölzer Nordspange tritt man in die heiße Phase ein – und das werden Autofahrer zu spüren bekommen.

Bad Tölz – Auf welche Straßenbaustellen müssen sich Autofahrer 2026 im südlichen Landkreis einstellen? Bei der Antwort auf diese Frage steht ein Thema klar im Vordergrund: Die Arbeiten an der Tölzer Nordspange treten in die heiße Phase ein und werden auch für die Verkehrsteilnehmer deutlich wahrnehmbar sein. Martin Herda, Abteilungsleiter Straßenbau Süd beim Staatlichen Bauamt Weilheim, listet auf Anfrage unserer Zeitung aber noch einige weitere Projekte fürs neue Jahr auf.

1500 Meter langer Abschnitt der Nordspange

Doch zunächst zur Tölzer Umgehungsstraße: Vergangenen Herbst sind wie berichtet die ersten Bagger angerückt, die Umsetzung des sogenannten „Baulos Ost“ hat begonnen. Damit gemeint ist ein rund 1500 Meter langer Abschnitt der künftigen Umgehungsstraße „B472 neu“. Er reicht von Greiling im Osten bis knapp über die Anschlussstelle zur B13 nördlich der Firma SAM im Westen und kostet laut Herda 23 Millionen Euro. „Ziel ist, dass das Baulos Ost bis Ende 2028 fertig ist.“

Ab April: Verkehr fließt über Provisorien

Von der eigentlichen Umgehung stehen als Erstes die im internen Planungsjargon als „Bauwerk 8“ und „Bauwerk 9“ bezeichneten Knotenpunkte auf dem Programm. Bei Ersterem handelt es sich um den Kreisverkehr an der Kreuzung der Nordspange mit der B13 nahe SAM – wobei der Verkehr auf der künftigen Umgehung unter diesem Kreisverkehr geradeaus hindurchfließen wird. „Bauwerk 9“ ist eine Unterführung, die bei Greiling die Verbindung der Tölzer Straße zur Straße Reut in Richtung Gaißach unter der B472 hindurch herstellt. Für die Bauarbeiten an diesen beiden Stellen muss der Verkehr von den jeweiligen Bundesstraßen auf zu errichtende Provisorien geführt werden. Beide provisorischen Straßen sollen laut Herda im April in Betrieb genommen werden. „Die Provisorien werden in jede Richtung eine Fahrspur haben“, sagt Herda. „Es ist davon auszugehen, dass der Verkehr dort zwar mit verminderter Geschwindigkeit, aber ansonsten normal fließt.“

Geld für die Sanierung der Staatsstraße 2072

Neben dem Megaprojekt Nordspange nehmen sich die weiteren Projekte des Staatlichen Bauamts fast schon bescheiden aus. Doch speziell für die Jachenauer ist auch die Sanierung der Staatsstraße 2072, die über eine löcherige Fahrbahn ins Sonnental führt, ein großes Thema. Seit vielen Jahren mahnt Bürgermeister Klaus Rauchenberger mit deutlichen Worten die Sanierung der Fahrbahn an. Jetzt kündigt Herda an, dass 2026 ein erstes, vier Kilometer langes Teilstück bis Raut hergerichtet werden soll. „Dafür ist heuer eine Million Euro eingeplant“, sagt er. „Weitere Abschnitte sollen sich in den nächsten Jahren anschließen – je nach Haushaltslage.“

Jachenauer Radweg verzögert sich weiter

Keine Hoffnung macht Herda hingegen darauf, dass es heuer mit dem Radwegbau in der Jachenau weitergehen könnte. Das erste Teilstück des Radwegs wurde 2019 fertiggestellt – doch seither geht nichts weiter. Dabei sieht der Abteilungsleiter vom Staatlichen Bauamt nun die Gemeinden Lenggries und Jachenau am Zug. Für die beiden als nächstes anstehenden Abschnitte seien noch nicht alle Grundstücksfragen geklärt. Zudem habe zuletzt ein Personalengpass im von der Gemeinde Jachenau beauftragten Ingenieurbüro die weiteren Planungen verzögert. Grundsätzlich sind beim Bau dieses Radwegs die Gemeinden für Grundstückserwerb und Planung, der Freistaat für die Baukosten zuständig.

Ein anderes Stück Radweg hat das Staatliche Bauamt heuer aber auf der Agenda: Laut Herda sollen rund 800 Meter Verbindung zwischen Bichl und Untersteinbach gebaut werden, inklusive einer kleinen Brücke über den Steinbach. Geschätzte Kosten: rund 600 000 Euro.

Ortsdurchfahrt Ellbach wird erneuert

Gemeinsame Sache mit der Stadt Bad Tölz macht das Staatliche Bauamt bei der Ortsdurchfahrt von Ellbach. Beide zahlen je die Hälfte der zwei Millionen Euro Kosten, wenn dort auf und an der Staatsstraße 2368 Fahrbahn, Entwässerung und Gehweg erneuert werden.

Probleme mit der Entwässerung will das Staatliche Bauamt auch an der B472 im Bereich Hinterstallau zwischen Bad Heilbrunn und Stallauer Weiher mittels Rohrleitungen und eines Klärbeckens beseitigen. „Das dortige Sägewerk war immer wieder von Überschwemmungen betroffen, das wollen wir in den Griff bekommen“, so Herda. Aber auch zu viel Wasser auf der Fahrbahn will man in diesem Bereich vermeiden. Hier kalkuliert die Behörde mit rund 700 000 Euro Kosten.

Arbeiten an Galerien am Walchensee

Eine größere Baumaßnahme steht dieses Jahr am Walchensee an, wenn an den dortigen Galerien beziehungsweise dem Tunnel zwischen Urfeld und der Ortschaft Walchensee für rund 1,5 Millionen Euro die Stützwände und Säulen saniert werden. „Die Bauwerke sind durch den Chlorideintrag der letzten Jahrzehnte in Mitleidenschaft gezogen“, erklärt Herda. Während der Arbeiten soll ihm zufolge eine Ampel den Verkehr einspurig an der Baustelle vorbeileiten. „An normalen Werktagen rechnen wir mit überschaubaren Auswirkungen auf den Verkehr.“ Noch sei nicht ganz klar, ob die Maßnahme im Frühjahr oder Herbst umgesetzt wird.

Nicht zuletzt wird in die Vermeidung von „Georisiken“ investiert: Es werden Felsvernetzungen und Lawinenschutzzäune kontrolliert und/oder neu gebaut. Dies ist an der B11 in der Nähe der Ortschaft Walchensee, am Kesselberg und an der B13 Richtung Sylvensteinsee geplant.

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