Rodler befahren gesperrte Strecke und stürzen 50 Meter in die Tiefe: Rettung von Schwerverletztem dauert Stunden

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Aufwändige Rettung: Die Bergwacht Bad Tölz hatte am Wochenende herausfordernde Einsätze im Rodelgebiet. © Bergwacht

Schwere Rodelunfälle ereigneten sich am Wochenende am Blomberg. Schlittenfahrer befuhren trotz Sperrung den oberen Teil der Strecke. Ein Rodler stürzte 50 Meter in die Tiefe. Die Rettung war extrem aufwändig und dauerte mehrere Stunden.

Wackersberg – Obwohl der obere Teil der Rodelbahn am Blomberg (wie mehrfach berichtet) aus Sicherheitsgründen aktuell gesperrt ist, befuhren einige Schlittenfahrer diese Strecke – mit teils fatalen Folgen. Davon berichtet nun die Bergwacht Bad Tölz in einer Pressemitteilung. Sie wurden am Wochenende zu insgesamt sechs Einsätzen im Blomberggebiet alarmiert. Davon drei schwere.

Rodler befährt gesperrte Strecke und stürzt ab

Am Samstag um 13 Uhr ist ein Rodler im oberen Teil des Blombergs circa 20 Meter abgestürzt. Dabei überschlug er sich mehrfach. Trotz der Schwere des Sturzes hatte der Rodler Glück. Er zog sich bei dem Unfall lediglich eine Knieverletzung und Schürfwunden zu. Die Rettung des Patienten sei aufgrund des Steilgeländes für die Einsatzkräfte sehr aufwändig gewesen. Am späteren Abend, gegen 21.40 Uhr rückten die Bergwachtler samt Notarzt erneut aus. Diesmal kam es beim Nachrodeln zu einem Unfall, der eine schwere Schulterverletzung zur Folge hatte.

Aufwändige Rettung mit Spezialtrage, Flaschenzug und Helikopter

Auch am Sonntag kam es zu einem Einsatz im oberen, gesperrten Teil. Hier ist ein Rodler um 16 Uhr 50 Meter in die Tiefe gestürzt und gegen einen Baum geprallt. „Der nachgeforderte Bergwacht-Notarzt und die Retter konnten nur durch abseilen zur Unfallstelle gelangen.“ Der Verunglückte hatte laut Bergwacht-Angaben schwerste Verletzungen im Kopf- und Rumpfbereich. „Aufgrund der schwierigen Örtlichkeit wurde zusätzliches Personal und die Bergwacht Lenggries nachgefordert.“ Der Rettungshubschrauber Christoph Murnau wurde ebenfalls alarmiert und konnte trotz einsetzender Dunkelheit noch oben am Blomberg zwischenlanden und später den Patienten abtransportieren. „Die Rettung war extrem aufwändig.“ Er musst mit Flaschenzug und Spezialtrage nach oben in den Helikopter befördert werden. Bis 21 Uhr war die Bergwacht mit dem Einsatz beschäftigt.

Skiunfälle am Brauneck

Auch im Skigebiet am Brauneck hatte die Bergwacht Lenggries einiges zu tun. Die Einsatzkräfte berichten auf Instagram davon, viele Patienten mit verschiedensten Verletzungsmustern versorgt zu haben. Bei einigen Unfällen musste der Rettungshubschrauber zum Transport der Verletzten hinzugeordert werden.