Erdbeben-Schock trifft Urlaubsregion in Italien – Zugverkehr eingestellt, Schulen evakuiert

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Zwei Erdbeben schütteln den Norden von Italien heftig durch. Menschen stürmen auf die Straßen, Schulen brechen den Unterricht ab und Züge stoppen.

Russi – Ein ohrenbetäubender Knall erschütterte am Montagmorgen die Emilia-Romagna in Italien. Um 9:27 Uhr bebte die Erde laut dem Europäisch-Mediterranen Erdbeben-Zentrum (EMSC) mit einer Stärke von 4,6 auf der Richterskala – 7 Kilometer südwestlich von Russi in der Provinz Ravenna. Nur zwei Minuten später folgte ein zweites Beben der Stärke 4,2 bei Faenza.

Die Shake-Map des EMSC zeigt, wie weit das Erdbeben in Italien zu spüren war – Schulen wurden nach den Erschütterungen evakuiert. © EMSC/Independent Photo Agency Int./Imago

Menschen stürmten laut Medienberichten aus der Region in Panik auf die Straßen. Die Erschütterungen legten den Bahnverkehr lahm. Auf den Strecken Bologna-Rimini, Ferrara-Rimini sowie den Abschnitten Castelbolognese-Ravenna und Faenza-Ravenna wurde der Verkehr sofort eingestellt. Rund 20 Züge fielen aus, während Techniker die Gleise auf Schäden prüften.

Schulen nach Erdbeben in Italien evakuiert – „Sehr beängstigend, aber keine Schäden“

In Forlì, Ravenna und den umliegenden Gemeinden wurden Schulen evakuiert. Die Schüler versammelten sich auf den Pausenhöfen, bis Entwarnung gegeben werden konnte. Das Nationale Institut für Geophysik und Vulkanologie (INGV) bestätigte, dass beide Beben in einer Tiefe von etwa 23 Kilometern auftraten.

„Es ist sehr beängstigend“, erklärt Regionalpräsident Michele de Pascale, „aber bisher liegen keine Berichte über Schäden an Personen oder Gebäuden vor.“ Die Erschütterungen waren in der gesamten Romagna, im Raum Bologna sowie in Teilen der Marken und der Toskana spürbar.

Italien-Region von Wetter und Erdbeben getroffen – historische Säulen werden geprüft

Faenzas Bürgermeister Massimo Isola zeigte sich gelassen: „Vor drei Tagen der Eisregen und heute Morgen die beiden Beben … aber wir sind vorbereitet“, sagte er der Nachrichtenagentur Ansa. In Ravenna kontrollierten die Feuerwehrleute die historischen Säulen, die seit über 1500 Jahren die Heiligenstatuen der Stadt tragen.

Die betroffene Region gilt als seismisch hochgefährdet. Das INGV weist darauf hin, dass das Gebiet um Faenza in der Vergangenheit bereits von schweren Erdbeben heimgesucht wurde. Das stärkste dokumentierte Beben ereignete sich am 4. April 1781 mit einer Stärke von 6,1. Erst am Tag zuvor hatte sich ein Doppel-Erdbeben im Aostatal ereignet.

Die Regionalbehörde für Katastrophenschutz aktivierte sofort ihre Einsatzzentrale. Speziell ausgebildete Techniker begaben sich in die betroffenen Gebiete, um erste Kontrollen durchzuführen. Auch die Feuerwehr startete umgehende Überprüfungen der Infrastruktur. (Verwendete Quellen: INGV, EMSC, Ansa) (moe)

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