In den italienischen Alpen bebte die Erde gleich zweimal. Die Bewohner der Region spürten die Erdstöße deutlich. Das Epizentrum lag nahe der französischen Grenze.
Aostatal – Die Erde bebte in Italien gleich zweimal in den frühen Morgenstunden des 12. Januar in der italienischen Alpenregion Valle d‘Aosta. Gegen 4:07 Uhr wachten erste Bewohner der Hochgebirgsregion auf, als eine erste Erschütterung der Stärke 2,7 ihre Häuser zum Schwanken brachte – doch das war erst der Auftakt.
Um 7:28 Uhr folgte das stärkere Beben mit einer Magnitude von 3,4 auf der Richterskala. Das Istituto Nazionale di Geofisica e Vulcanologia (INGV) lokalisierte das Epizentrum etwa zwei Kilometer nordwestlich der Gemeinde La Thuile, nahe der französischen Grenze.
Erdbeben Italien: Zwei Erdstöße erschüttern Valle d‘Aosta in den Morgenstunden
Beide Erdbeben hatten ihren Ursprung in der gleichen Region – im Bereich des Mont Belleface, der zwischen La Thuile und Pré-Saint-Didier liegt. Wie das lokale Nachrichtenportal aostasera.it berichtete, ereigneten sich die Erschütterungen in einer Tiefe zwischen 9 und 10 Kilometern unter der Erdoberfläche.
Das stärkere Beben erreichte eine Magnitude von 3,4 und war damit deutlich über der Wahrnehmungsgrenze der örtlichen Bevölkerung. Die Erschütterung war besonders in La Thuile, Pré-Saint-Didier und den umliegenden Gemeinden spürbar. Die Bewohner der Hochalpen spürten die Erdstöße deutlich, besonders in der oberen Aostatal. Trotz der morgendlichen Aufregung blieb die Region von Schäden verschont. Die Protezione Civile bestätigte, dass keine Personen- oder Sachschäden zu beklagen sind.
Zwei Erdbeben haben das Aostatal in Italien in den frühen Morgenstunden erschüttert
Valle d‘Aosta liegt in einer seismisch weniger aktiven Zone Italiens im Vergleich zu anderen Regionen wie dem Apennin oder Süditalien. Vor allem in der Region um Neapel gibt es oft Erdbeben. Die registrierten Beben fügen sich in die normale geologische Aktivität der Alpen ein, die durch die kontinuierlichen Bewegungen der Erdkruste entlang der Grenze zwischen Italien, Frankreich und der Schweiz entstehen.
Die lokalen Behörden und das INGV überwachen die Situation weiterhin. Nachbeben sind in der Region möglich, aber aufgrund der moderaten Stärke der ursprünglichen Erschütterungen nicht außergewöhnlich besorgniserregend. Auch am Gardasee kam es kürzlich zu einem Doppel-Erdbeben. (Quellen: rainews, aostasera.it, leggo.it) (kiba)