Der Winter in Deutschland sorgt für eisige Verhältnisse. Eine Bauernregel am 9. Januar soll Auskunft geben, ob sich daran schon bald etwas ändert.
Hamm – Bauernregeln sind durchaus umstritten. Einige richten sich nach ihnen, andere halten sie für reinen Aberglauben. Einen wissenschaftlich fundierten Hintergrund haben sie jedenfalls nicht. „Die Bauernregeln sind nicht so zuverlässig, um damit offizielle Wettervorhersagen machen zu können“, schreibt auch der Deutsche Wetterdienst (DWD) auf seiner Website.
Allerdings fügen die Meteorologen hinzu: „Bauernregeln basieren teilweise auf langjährigen Wetterbeobachtungen und haben damit oft einen wahren Kern.“ Auch für den 9. Januar gibt es laut wetter.de indes eine Bauernregel, die einen Hinweis auf den weiteren Verlauf des Winters geben soll: „Sankt Julian bricht das Eis; bricht er es nicht, umarmt er es.“
Bauernregel zum 9. Januar: Lostag entscheidet über weiteren Verlauf des Winter-Wetters
Mit anderen Worten: Lässt am 9. Januar die Eiseskälte nach, spricht das für ein nahendes Ende des Winters. Bleibt das „Eis“ des Winters, also die Kälte, bestehen, könnte der kalte Winter noch etwas andauern. Glaubt man dieser Bauernregel am Lostag des 9. Januar, so müssen weite Teile Deutschlands noch länger mit winterlichen, eisigen Temperaturen rechnen.
9. Januar – Gedenktag von Julian und Basilissa
Der 9. Januar bezieht sich laut dem Bistum Augsburg als Namenstag auf Julian von Antinoe und seine Frau Basilissa. Das christliche Ehepaar lebte in Ägypten und richtete in seinem Haus ein Hospital für bedürftige Kranke ein. Während Julian die erkrankten Männer pflegte, kümmerte sich Basilissa um die Frauen. Basilissa starb Anfang des 4. Jahrhunderts. Ihr Mann Julian wurde während der Christenverfolgungen des römischen Kaisers Diokletians mutmaßlich im Jahr 304 n. Chr. gefangen genommen und zum Tode verurteilt. Beide werden als Heilige verehrt.
Schnee-Chaos für 9. Januar 2026 prognostiziert – doch nicht überall in Deutschland
Die Wettervorhersagen für Freitag, den 9. Januar 2026, kündigen laut Meteorologe Dominik Jung einen Schneesturm historischen Ausmaßes an. Demnach bringt ein Orkantief Deutschland den nächsten Schwung Winter-Wetter, allerdings nicht in alle Regionen der Bundesrepublik.
Auch der DWD prognostiziert ein geteiltes Wetter-Szenario in Deutschland für den 9. Januar 2026: „Im Norden und Osten meist Schnee mit Verwehungen, sonst hauptsächlich im Bergland Schnee, in tieferen Lagen Regen. Höchsttemperatur zwischen -6 Grad an der Oder und bis 9 Grad am Oberrhein.“
Ob man an Bauernregeln glaubt oder nicht, sei jedem Menschen selbst überlassen. Laut DWD-Meteorologin Jacqueline Kernn wurde in statistischen Untersuchungen festgestellt, dass die Trefferquote bei den meisten Bauernregeln etwa 50 Prozent beträgt. In Einzelfällen kann diese aber auch mal höher liegen – wie beim Siebenschläfertag, aus dem sich eine Sommer-Prognose ableiten lässt. (Quellen: Deutscher Wetterdienst, wetter.de, Bistum Augsburg) (kh)