Wichtiger Wetter-Lostag: Bauernregel jetzt mit zwei Winter-Versprechen

  1. Startseite
  2. Deutschland

Kommentare

Steht uns ein kalter oder doch milder Winter bevor? Der Martinstag – am 11. November – liefert laut dem Bauernkalender jetzt eine Winter-Prognose.

München – Die Liste der klassischen Bauernregeln zum 11. November ist lang. Der Namenstag vom Heiligen Martin hat bei Wetter-Vorhersagen einen besonderen Platz. Für fast jede Wetterlage an diesem Tag scheint es einen traditionell überlieferten Spruch zu geben. Kein Wunder – das Datum gilt seit Jahrhunderten als Wetter-Orakel für den kommenden Winter. So dreht sich alles um die Frage: Was Sonnenschein oder Nebel an diesem Lostag für den Winter 2025/26 bringt?

Blick auf München vom Englischen Garten
Wetter-Orakle am Martinstag (11. November): Bauernregeln prophezeien am 11. November Aussichten kommenden Winter (Symbolfoto). © IMAGO/Michael Nguyen

Nach dem Bauernkalender wurde das Wetter am 11. November – am Namenstag des Heiligen Martin – mit der Vorhersage des restlichen Winters verknüpft. Einige Sprüche sind besonders einprägsam – und tauchen immer wieder auf. Einige Bauernregeln im November gelten als besonders zuverlässig.

Bauernregeln am 11. November: Wetter an St. Martin für Winter-Vorhersage bedeutsam

Laut der aktuellen DWD-Vorhersage ist der 11. November 2025 insbesondere im Osten und Südosten sowie in den Kammlagen mit Nebel gestartet. Stellenweise mit Sichtweiten unter 150 Metern. Vom Westen und Südwesten ist mit Wolkenauflockerungen zu rechnen. In Niederbayern gibt es hier und da noch etwas Regen, doch in einigen Teilen, wie im Raum München, kommt die Sonne durch. Mit einer südwestlichen Strömung wird laut den DWD-Wetterexperten milde bis sehr milde Meeresluft herangeführt. Die Höchstwerte liegen zwischen 10 und 16 Grad.

Sonne am Martinstag? Was das für den kommenden Winter bedeutet

Laut den Bauernregeln steht bei Sonnenschein am 11. November Kälte bevor, bei Nebel bleibt der Winter mild:

  • „Ist Martini klar und rein, bricht der Winter bald herein“
  • „Sankt Martin Sonnenschein, tritt ein kalter Winter ein“
  • „Wenn an Martini Nebel sind, wird der Winter meist gelind“

Insbesondere die Bauernregel zum Nebel am Martinstag und in Folge ein milder Winter trifft laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) in sechs bis sieben von zehn Fällen zu. Wenn darüber hinaus noch die Folgetage vom 19. November bis 23. November einen ebenfalls „feucht-trüben Wettercharakter“ besitzen, läge die Wahrscheinlichkeit bei 75 Prozent.

Lostage

Laut dem deutschen Wetterdienst (DWD) sind 84 Lostage bekannt. Die Daten orientieren sich häufig am Heiligenkalender (z. B. Eisheilige und Gallustag). Lostage sind überlieferte Kalendertage aus dem Volks- und Bauernbrauchtum, die einen Hinweis für die weitere Wetterentwicklung der nachfolgenden Wochen oder Monate geben und in der Landwirtschaft bedeutsam sein sollen.

Bei Schnee am 11. November sind sich die Bauernregeln übrigens völlig uneins. Ein Spruch sagt einen kalten Winter, der andere einen milden voraus:

  • „Hat Martini einen weißen Bart, wird der Winter lang und hart.“
  • „Wenn die Martinsgänse auf dem Eise geh’n, muss das Christkind im Schmutze steh’n“

Abgesehen davon liegt der Wahrheitsgehalt der Bauernregeln „Hat Martini einen weißen Bart, wird der Winter lang und hart.“ bei „0“, so das österreichische Wetterportal at.wetter.com. Es gäbe keinen statistischen Zusammenhang zwischen Reif (weißer Bart) am St. Martinstag und einem nachfolgendem harten Winter.

München, Stadtansicht, Innenstadt, Altstadt, Zentrum, City, Stadtzentrum, Skyline, Frauenkirche, Kirche Alter Peter
Wetter-Orakle am Martinstag (11. November): Bauernregeln prophezeien am 11. November Aussichten kommenden Winter (Symbolfoto). © Heinz Gebhardt/imago

DWD erklärt Wetter-Phänomen Martini-Sommer im November

Jedoch gibt es laut dem DWD den „Martinssommer“ oder „Martini-Sommer“. Bei dem Wetter-Phänomen handelt es sich um eine sogenannte Singularitäten – ein „Witterungsregelfall“, der sich in dieser Zeit des Jahres mit einer gewissen Regelmäßigkeit einstellt.

Der Martini-Sommer beschreibt eine Schönwetterperiode aufgrund einer stabilen Hochdrucklage gegen Ende der ersten Novemberdekade. Der Legende nach ereignete sich dieses Wetter-Phänomen erstmals nach dem Tod des Bischofs Martin von Tour (8. November 397), heißt es beim DWD. Bei der Überführung seines Leichnams auf der Loire sollen aufgrund eines Wärmeeinbruches plötzlich die Ufer neu ergrünt und die Obstbäume zu blühen begonnen haben.

Wettervorhersage nach Bauernregeln

Es gibt viele Bauernregeln, die auf jahrhundertelangen Beobachtungen basieren. Die wichtigsten Bauernregeln finden Sie HIER als praktisches PDF zum Herunterladen.

Lernen Sie die wichtigsten Bauernregeln kennen. Jetzt herunterladen.
Lernen Sie die wichtigsten Bauernregeln kennen. Jetzt herunterladen. © Ippen Media/Imago Images: Jan Eifert

Mild oder Kälte? Bauernregel an Martinstag sagt Winter-Wetter voraus

Ob uns laut der Bauernregel zum 11. November nun ein kalter oder ein milder Winter bevorsteht, bleibt abzuwarten. Vielleicht lohnt sich ein Blick in den Hundertjährigen Kalender. In den nächsten Tagen steigen laut der DWD-Prognose die Höchstwerte auf 22 Grad am Oberrhein. Bei Dauernebel in Niederbayern liegen die Maximal-Temperaturen dagegen bei 8 Grad. Nach dem Wochenende ist mit einem „winterlichen Vorgeschmack im Bergland“ zu rechnen. Bis in mittlere Lagen erwarten die Wetterexperten Schnee. (Quelle: DWD, at.wetter.com,100-jaehriger-kalender.com) (ml)

Информация на этой странице взята из источника: https://www.merkur.de/deutschland/wichtiger-wetter-lostag-bauernregel-jetzt-mit-zwei-winter-versprechen-zr-94032645.html