Eine Saharastaubwolke bringt warme Luft und spektakuläre Farbspiele – ein November, wie wir ihn selten erleben. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
München – In diesen Stunden bahnt sich eine außergewöhnlich dichte Staubwolke aus der Sahara ihren Weg nach Deutschland. Satellitenbilder zeigen eine gigantische Staubschleppe, die sich von Nordafrika über das Mittelmeer bis weit nach Mitteleuropa erstreckt.
Die Partikelkonzentration in der Luft ist ungewöhnlich hoch – ein klares Signal dafür, dass sich sehr warme Luftmassen aus der Wüste direkt zu uns auf den Weg gemacht haben. Dieses Wetter ist Mitte November eine Rarität: Statt grauer Tristesse erwarten uns am Donnerstag (13. November) und Freitag (14. November)Temperaturen zwischen 15 und 22 Grad – Werte, die sonst eher im Frühling vorkommen.
Wetter im November bringt Warmluft und Farbenpracht
Die eingeflossene Saharaluft ist trocken, mild und sorgt für erstaunlich viel Sonnenschein. Gleichzeitig trüben die feinen Staubpartikel die Atmosphäre leicht und erzeugen dabei ein einzigartiges Farbspiel. Durch die Streuung des Sonnenlichts erscheinen Sonnenauf- und -untergänge besonders intensiv – der Himmel leuchtet in warmen Orange-, Rot- und Goldtönen. Dieser Effekt entsteht, weil die winzigen Mineralpartikel das kurzwellige blaue Licht stärker streuen und somit die warmen Farbtöne dominieren.
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Wenn Wüstenstaub landet
Neben dem visuellen Spektakel hinterlässt der Staub auch sichtbare Spuren. Durch die Schwerkraft oder bei Regenfällen können die Partikel aus der Luft ausgewaschen werden und sich auf Oberflächen absetzen – auf Autolacken, Fenstern oder Gartenmöbeln bleibt dann ein feiner rötlich-gelber Film zurück.
Solche Wetterlagen kennen wir normalerweise nur aus dem Hochsommer, doch diesmal erleben wir sie mitten im November – als eindrucksvolles Zeichen, wie stark Luftströme zwischen Kontinenten wirken können. Doch auch der Winter scheint nicht fern zu sein, kurz nach der Wärme könnte sogar erster Schnee fallen.