Erst 22 Grad und Sonne, dann Schnee und Frost: Deutschland steht vor einer Wetterachterbahn, die selbst Meteorologen staunen lässt. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
München - Kaum zu glauben, aber wahr: Diese Woche strömen außergewöhnlich warme Luftmassen direkt aus der Sahara nach Deutschland. In rund 1500 Metern Höhe werden Temperaturen von 10 bis 15 Grad gemessen – Werte, die in dieser Jahreszeit eigentlich völlig undenkbar sind.
Am Boden bedeutet das vielerorts frühsommerliche 20 Grad, in einigen Regionen sind am Donnerstag (13. November) und Freitag (14. November) sogar 21 oder 22 Grad möglich. Wo sich die Sonne länger zeigt, wird es fast schon heiß. Zahlreiche Wetterstationen könnten neue Novemberrekorde melden. Für viele dürfte sich das anfühlen wie ein verspäteter goldener Oktober, doch der Schein trügt – denn die Wetterlage kippt rasant.
Kaltfront rollt heran – Winter meldet sich zurück
Schon am Freitag (14. November) beginnt der Temperaturrückgang, zunächst im Norden, wo kalte Polarluft auf die warme Saharaluft trifft. Ab Samstag (15. November) setzt sich die Abkühlung landesweit durch, und mit ihr kehrt der Winter in großen Schritten zurück. Die Luftmassen in 1500 Metern Höhe stürzen auf Werte zwischen plus vier und minus fünf Grad. Damit kommt es zu einem drastischen Temperatursturz von teils 20 Grad innerhalb von nur zwei Tagen.
Besonders in höheren Lagen ab 400 bis 500 Metern kann dann Schnee fallen, während es in tieferen Regionen zu kräftigem Regen und Graupelschauern kommt.
Frostnächte und Schnee – vom T-Shirt in die Winterjacke
Am Wochenende (15. und 16. November) und zu Beginn der neuen Woche müssen wir uns endgültig umstellen: Statt lauer Abende erwarten uns klirrend kalte Nächte mit verbreitetem Bodenfrost, in einigen Tälern auch Luftfrost. Am Sonntagmorgen (16. November) könnte sich in Mittelgebirgslagen bereits eine dünne Schneedecke bilden – ein Kontrastprogramm zur Rekordwärme nur wenige Tage zuvor.
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Für Meteorologen ist diese Wetterachterbahn ein Paradebeispiel für die zunehmende Dynamik der Atmosphäre. Deutschland erlebt in kürzester Zeit beides: Spätsommerliche Wärme und ersten Wintereinbruch – ein Wetter, das man so schnell nicht vergisst.