Anwohner hörten „Knall“ – Erdbeben erschüttert Südtirol-Region

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Südtirol wurde am Dienstagmorgen von Erdstößen heimgesucht. Die seismischen Erschütterungen konzentrierten sich auf das Gebiet um Graun und Mals.

Mals/Graun – Die Bewohner des oberen Vinschgaus in Südtirol erlebten am Dienstagvormittag (2. September) unerwartete Erderschütterungen. Zwei aufeinanderfolgende Beben sorgten für Aufregung in der beliebten Urlaubsregion, die jährlich Wanderer anlockt.

In Südtirol bebte die Erde. ©  IMAGO/Ulrich Wagner; Landesfeuerverband Südtirol

Das stärkere der beiden Erdbeben habe sich laut Landesfeuerverband Südtirol um 9:49 Uhr mit einer Magnitude von 3,8 auf der Richterskala ereignet. Nur wenige Minuten später, um 10:01 Uhr, sei ein schwächeres Nachbeben mit einer Stärke von 2,5 gefolgt. „Die Erschütterungen wurden von der Bevölkerung deutlich verspürt, begleitet von einem Grollen und Zittern des Bodens“, so der Verband bei Facebook.

Erdbeben in Südtirol: Epizentrum nahe Graun im Vinschgau

Das Zentrum der seismischen Aktivität habe in der Nähe von Mals und Graun im Vinschgau, etwa 16 Kilometer südlich von Nauders in Nordtirol, gelegen, so derstandard.de. Die Erdbebenwarte in Rom habe das Epizentrum des ersten Bebens in einer Tiefe von fünf Kilometern lokalisiert, berichtet die Nachrichtenagentur ansa.it. Das schwächere Nachbeben stammte demnach aus sieben Kilometern Tiefe.

Die geologischen Messungen hätten bestätigt, dass beide Erschütterungen ihren Ursprung in derselben Region hatten, was auf eine zusammenhängende seismische Aktivität hindeute. Die Region Graun ist für den Reschensee bekannt, in dessen Nähe bei Bauarbeiten im vergangenen Jahr die Ruinen eines Dorfes freigelegt wurden.

Erdbeben richtet keine Schäden an, war aber sogar in Österreich zu spüren

Trotz der verhältnismäßig geringen Magnitude seien die Erdstöße „deutlich spürbar“ gewesen, wie der Meteorologe Dieter Peterlin gegenüber stol.it bestätigt. „In Mals war‘s heftig zu spüren! Und ein Knall war auch dabei“, heißt es unter einem Facebook-Post der örtlichen Feuerwehr. In Vetzan habe es ebenfalls einen Knall „mit leichten Vibrationen“ gegeben, kommentiert ein weiterer Anwohner.

Erdbeben der Stärke 3,8 könnten Zimmergegenstände etwas bewegen und Erschütterungsgeräusche erzeugen, berichtet die Allgäuer Zeitung. Erst ab einer Stärke von etwa 5 würden Erdbeben üblicherweise als gefährlich eingestuft und verursachten Schäden an Gebäuden oder Infrastruktur. Frühwarnsysteme bei Erdbeben sind daher umso wichtiger.

Die Reichwerte der Wahrnehmung sei dennoch erstaunlich gewesen: Das Beben habe sich kosmo.at zufolge nicht nur in Südtirol, sondern auch in Österreich bemerkbar gemacht. Erfreulicherweise blieben die Erdbeben ohne nennenswerte Folgen. Nach aktuellem Stand der Behörden wurden weder Sach- noch Personenschäden registriert. (jaka)

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