Wirbel um deutsche Sommerurlauber – Österreich-Analyse stellt 2025 große Veränderung bei Touristen fest

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Die Sommersaison 2025 zeigt bei deutschen Österreich-Urlaubern eine stabile Entwicklung. Allerdings fallen überraschende Veränderungen auf.

Wien – In Kroatien macht sich ein leichter Rückgang deutscher Urlauber zur Hauptsaison bemerkbar, auch Wirte und Hoteliers am Gardasee beklagen ausbleibende Deutsche. Wie aber ist die Situation im Nachbarland Österreich?

Das Salzkammergut, bekannt für seine atemberaubenden Seen und Berge, ist im Herbst besonders eindrucksvoll. Die Region rund um den Wolfgangsee, Hallstätter See und den Traunsee bietet traumhafte Ausblicke und farbenfrohe Herbstlandschaften © Panthermedia/Imago

Die aktuellen Zahlen der österreichischen Tourismusstatistik zeichnen bis Juli ein differenziertes Bild: Während die Ankünfte deutscher Gäste um 0,6 Prozent stiegen, gingen die Nächtigungen um 0,5 Prozent zurück, meldet die Agentur Austria Tourism. Die Erklärung von Sören Kliemann bei Merkur.de für IPPEN.MEDIA: „Durch die Verschiebung der Feiertage und Ferienzeiten haben wir in diesem Jahre extrem hohe Schwankungen bei der Betrachtung einzelner Monate. In Summe verzeichnen wir aber eine stabile Entwicklung, die sich bei einer günstigen Wetterlage zum späten Sommer sogar positiv entwickeln könnte“, sagt der Tourismus-Experte von Österreichs nationaler Tourismusorganisation.

Deutsche Urlauber in Österreich: Neue Reisegewohnheiten fallen auf

Österreich beobachtet die Trends aus Deutschland genau. Und auch die Veränderungen. Deutsche Österreich-Urlauber zeigen demnach auch 2025 eine sehr hohe Reiseintensität bei 80 Prozent der Bevölkerung. Es bestehe ein starker Wunsch nach Naturerlebnissen, Ruhe und Achtsamkeit, Familien bevorzugen aktive, sichere und naturnahe Angebote. Spontane Kurztrips über verlängerte Wochenenden stehen hoch im Kurs – gerade bei Gästen aus Bayern und Baden-Württemberg. Längere Urlaubsreisen kommen sowohl aus süd- als auch norddeutschen Bundesländern, heißt es von Austria Tourism.

Die größte Neuerung dürfte sein, dass Deutsche trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten und gestiegenen Preise auch in Österreich nicht auf Urlaub verzichten, aber zu individuellen Sparstrategien zurückgreifen. „Zum Beispiel wird ein Urlaubstag eingespart oder häufiger selbst gekocht und Restaurantbesuche reduziert“, erklärt Kliemann.

Österreichs Tourismus-Sommer startete mit Rekord

Klarer werden die Zahlen, wenn man die Gesamtergebnisse der ersten Hälfte der Sommersaison 2025 betrachtet. Laut Statistik Austria erreichte die Sommersaison Mai bis Juli 2025 mit 40,55 Millionen Nächtigungen einen historischen Rekordwert seit Beginn der Aufzeichnungen 1980. Die Saison übertraf das Vorjahr um 1,3 Prozent, wobei 70,4 Prozent der Übernachtungen (28,54 Mio.) auf ausländische Gäste entfielen.

Allerdings sank die Zahl der Übernachtungen im Juli deutlich ab – „wohl auch wetterbedingt“, sagt Thomas Burg von Statistik Austria in der Pressemitteilung. Der Rückgang inländischer Touristen fiel dabei mit 4,4 Prozent stärker ins Gewicht als bei den ausländischen Gästen (-0,2 Prozent).

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Für den weiteren Saisonverlauf zeigt sich Kliemann optimistisch und prognostiziert „einen starken Spätsommer mit stabilen Zahlen“ – das Wetter wird wohl aber der Schlüssel dazu bleiben. Und das war im August durchaus durchwachsen. Nun geht es um die Nebensaison und da hoffen neben Österreich besonders die traditionell wärmeren September-Länder wie Kroatien und Italien nochmal auf viel Zulauf aus Deutschland. (mke)

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