Ruhestand im Sonnenparadies: Rentner lebt mit 1000 Euro im Monat sorglos im Ausland

Immer mehr Rentner aus Frankreich entscheiden sich für einen dauerhaften oder saisonalen Umzug nach Agadir. Wie die spanische „HuffPost“ berichtet, gilt der marokkanische Küstenort für viele als attraktive Alternative zu europäischen Zielen, da er deutlich niedrigere Lebenshaltungskosten und ein konstant mildes Klima bietet.

Leben am Meer für einen Bruchteil der europäischen Kosten

Laut „HuffPost“ geben zahlreiche Auswanderer an, dass sie ihren gesamten Alltag mit 900 bis 1000 Euro im Monat finanzieren können – inklusive Miete, Lebensmitteln und grundlegenden Ausgaben. Die „Perle des Südens“ punktet zudem mit über 300 Sonnentagen im Jahr und Temperaturen, die selbst im Winter mild bleiben. Rentner beschreiben das Leben dort als gesundheitsfördernd und psychisch entlastend.

Zu denjenigen, die den Schritt gewagt haben, zählen auch Nathalie und Yves aus Marseille. Sie berichteten laut„HuffPost“, dass sie seit 2014 für rund 800 Euro im Monat in einer geräumigen Wohnung mit Garten leben. Auf lokalen Märkten geben sie weniger als zehn Euro pro Woche für Obst und Gemüse aus – ein Preisniveau, das sie in Frankreich nicht ansatzweise erreichen könnten.

Agadir wird für viele Rentner zum beliebten Altersruhesitz mit niedrigen Lebenshaltungskosten.
Agadir wird für viele Rentner zum beliebten Altersruhesitz mit niedrigen Lebenshaltungskosten. Getty Images

Einfache Integration und entspannter Alltag

Neben den wirtschaftlichen Vorteilen spielt auch der Lebensstil eine Rolle. Viele französische Rentner schätzen Agadir wegen seiner ruhigeren Atmosphäre im Vergleich zu Städten wie Marrakesch, der Nähe zum Strand und einer etablierten französischsprachigen Community. 

Eine von „HuffPost“ zitierte Frau erzählt, sie sei im Flugzeug auf jemanden getroffen, der mit 1000 Euro pro Monat nicht nur Miete und Essen deckte, sondern sich sogar monatliche Flüge zu seinen Kindern leisten konnte – ein Gespräch, das ihre Entscheidung entscheidend beeinflusste.

Auch Angehörige schließen sich häufig an: Die Mutter einer Auswanderin zog nach dem Tod ihres Mannes ebenfalls nach Agadir und beschreibt laut „HuffPost“, dass sie dort täglich essen gehen könne – etwas, das sie sich in Frankreich nicht leisten würde.

Ein Schweizer Rentner wagt einen Neuanfang in Thailand. (Symbolbild)
Ein Schweizer Rentner wagt einen Neuanfang in Thailand. (Symbolbild) IMAGO

Günstiger Lebensabend in Thailand: Rentner lebt mit 1500 Euro sorglos

Ähnliche Beispiele zeigen, dass viele Rentner weltweit von deutlich niedrigeren Lebenshaltungskosten profitieren.

Ein Schweizer Rentner wanderte laut „Blick“ nach Thailand aus, weil seine Rente in der Heimat kaum ausreichte. Dort kommt er mit rund 1500 Euro im Monat gut zurecht und zahlt nur etwa 226 Euro Miete. Er beschreibt seinen Alltag als ruhig und bezahlbar – eine Rückkehr in die Schweiz kann er sich nicht mehr vorstellen.