15-Millionen-Projekt: Weltweit größte Wildtierbrücke wird eröffnet

Damit Elche, Pronghorns, Maultierhirsche, Schwarzbären, Berglöwen und viele andere Tiere sicher über eine stark befahrene Straße zwischen Denver und Colorado Springs kommen: In Colorado in den USA wurde für 15 Millionen Dollar die weltweit größte Wildtierbrücke gebaut und nun eröffnet. Sie ist etwa 61 Meter breit und 64 Meter lang. 

Ziel ist es, Zusammenstöße zwischen Fahrzeugen und Wildtieren deutlich zu verringern. Shoshana Lew vom Verkehrsministerium wird von "Express" zitiert: "Die Wildtierüberführung ist für die Sicherheit sowohl der Wildtiere als auch der Autofahrer von entscheidender Bedeutung". So wolle man Kollisionen "um 90 Prozent" reduzieren.

Weltweit größte Wildtierbrücke über abgelegener Straße eröffnet: Zäune sollen bei der Orientierung helfen 

Laut dem Arizona Game and Fish Department lernen Tiere mithilfe von sogenannten Ausschlusszäunen, die Brücke zu nutzen. Die Zäune sollen die Tiere von der Fahrbahn fernhalten und sie zum Übergang leiten. Diese Routen würden von den Tieren an ihren Nachwuchs weitergegeben.

Auch in Deutschland sollen Wildtierbrücken Unfälle vermeiden  

Nicht nur in den USA, auch in Deutschland gibt es zahlreiche Wildtierbrücken (auch Grünbrücken genannt) und Wildtierunterführungen, die dazu dienen, Lebensräume zu vernetzen und Wildunfälle zu reduzieren. Sie sollen laut "Nabu" Tieren wie Rehen, Wildschweinen, Wildkatzen und auch Kleintieren eine sichere Überquerung von Autobahnen und Bundesstraßen ermöglichen. 

  • Anzahl: Es gibt über 100 Grünbrücken und zahlreiche Wildtierunterführungen, die als Querungshilfen dienen.
  • Funktion: Sie verbinden zerschnittene Lebensräume, fördern den genetischen Austausch und erhöhen die Verkehrssicherheit.
  • Arten: Sie werden von einer Vielzahl von Tieren genutzt, darunter Säugetiere (Rehe, Wildschweine, Wölfe), Reptilien, Amphibien und Vögel.
  • Ausführung: Neben den "grünen" Brücken gibt es auch Unterführungen, Krötentunnel und Kleintiertunnel, wobei die beste Lösung je nach Tierart und Standort variiert.
  • Akzeptanz: Die Nutzung wird durch Monitoring wissenschaftlich untersucht; eine ruhige Umgebung ohne menschliche Störungen ist entscheidend für den Erfolg.
  • Beispiele: Es gibt viele bekannte Beispiele, wie die Grünbrücken über die A 24 oder A 8, die gut angenommen werden.