Mecklenburg-Vorpommern
In der Osthälfte Mecklenburg-Vorpommerns hat es in der Nacht wegen glatter Straßen mehr als ein dutzend Unfälle gegeben. Meist gingen sie glimpflich aus. In zwei Fällen wurden Autofahrer leicht verletzt. Das Präsidium in Neubrandenburg zählte bis zum frühen Morgen 15 Einsätze. Besonders betroffen war demnach der südliche Landkreis Mecklenburgische Seenplatte.
Auf der Bundesstraße 198 nahe Klein Trebbow etwa kam ein 26-Jähriger mit seinem Wagen von der Straße ab. Er sei zu schnell für die winterglatte Fahrbahn gewesen und habe sich leichte Verletzungen zugezogen, hieß es in der Mitteilung. Sanitäter brachten den Mann in ein Krankenhaus.
In Neustrelitz kam ein 29-Jähriger mit seinem Wagen von der Fahrbahn ab. Auch er erlitt leichte Verletzungen. In übrigen Fällen blieb es bei Blechschäden.
Berlin und Brandenburg
In Brandenburg ist es in der Nacht und am frühen Morgen zu zahlreichen Unfällen gekommen - der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte bereits im Vorfeld vor Glatteis durch gefrierenden Sprühregen und überfrierende Nässe gewarnt. Nach vorläufigen Angaben der Polizei wurden seit Freitagabend 18.00 Uhr rund 120 Verkehrsunfälle registriert. Dabei seien 19 Menschen verletzt worden, sagte ein Sprecher.
Zwischen Beelitz und Zauchwitz (Kreis Potsdam-Mittelmark) kam es in der Nacht zu einem schweren Unfall. Bei Eine Autofahrerin kam wegen Blitzeis von der Fahrbahn ab und überschlug sich mehrfach. Das Fahrzeug blieb schließlich in einem Graben auf dem Dach liegen. Retter befreiten die Frau aus dem Fahrzeug.
Die Zahlen seien noch nicht belastbar, eine abschließende Statistik werde erst am folgenden Tag erwartet, teilte die Polizei mit. Bereits jetzt liege das Unfallgeschehen jedoch deutlich über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Auch in Berlin ereigneten sich einige Unfälle aufgrund von Glätte. Wie die "Berliner Zeitung" berichtet, prallten auf der Gehrenseebrücke in Hohenschönhausen zwei Autos auf spiegelglatter Fahrbahn zusammen. Dabei wurde eine Person verletzt.
Niedersachsen
In Niedersachen kam es am frühen Morgen zu einem Unfall auf der spiegelglatten Autobahn 1. Dabei wurden 13 Menschen verletzt. Insgesamt stießen nahe Wildeshausen im Kreis Oldenburg fünf Fahrzeuge zusammen, wie die Feuerwehr mitteilte. Die Fahrbahn dort habe einer Eisfläche geglichen. Den Angaben zufolge konnten sich die Einsatzkräfte am Unfallort nach dem Aussteigen wegen der glatten Fahrbahn zunächst nur in kleinen Schritten fortbewegen.
Schleswig-Holstein
Glätte auf den Straßen hat am Morgen zu mehreren Verkehrsunfällen in Schleswig-Holstein geführt. Nach Angaben der Polizei kam es vor allem im Westen und im Süden des Bundeslandes zu Glätte-Unfällen. Bisher sei dabei aber niemand schwer verletzt worden.
Die Polizei teilte mit, im Westen sei es zu einigen Unfällen gekommen. Besonders betroffen seien die Kreise Herzogtum Lauenburg und Stormarn. Dort seien bereits mehr als zehn Unfälle aufgrund von Glätte gemeldet worden.
Aus dem Norden und der Mitte Schleswig-Holsteins sei bisher keine Glätte gemeldet worden, dort sei es bisher auf den Straßen ruhig geblieben.
Hessen
Drei Menschen sind am Freitagabend bei einem Zusammenstoß zweier Autos im Werra-Meißner-Kreis schwer verletzt worden. Eine 57-Jährige war am Nachmittag mit ihrem Auto vermutlich aufgrund von Glätte ins Schleudern geraten und im Gegenverkehr mit einem Wagen kollidiert, wie die Polizei mitteilte.
Die Frau sowie die 53 Jahre alte Fahrerin und die 73 Jahre alte Beifahrerin des anderen Autos wurden schwer verletzt in umliegende Krankenhäuser gebracht. Auch ein Rettungshubschrauber war im Einsatz. Die Straße war rund drei Stunden lang in beide Fahrtrichtungen gesperrt.