Trump will Einwanderer direkt am Arbeitsplatz festnehmen – Unternehmen in Sorge

US-Präsident Donald Trump will seine Einwanderungspolitik im Jahr 2026 deutlich verschärfen. Laut „Reuters“ sollen dafür bis 2029 insgesamt 170 Milliarden Dollar zusätzlich in die Behörden Immigration and Customs Enforcement (ICE) und den Grenzschutz (Border Patrol) fließen. 

Das Geld soll unter anderem für die Einstellung Tausender neuer Agenten, den Bau weiterer Haftzentren und die Zusammenarbeit mit privaten Firmen verwendet werden. Das Ziel dahinter ist, mehr Menschen ohne gültigen Aufenthaltsstatus aufzuspüren und abzuschieben.

Razzien am Arbeitsplatz? Das wären die Folgen

Trump plant laut dem Bericht, verstärkt gegen Unternehmen vorzugehen, die Migranten ohne Aufenthaltsstatus beschäftigen. Diese Maßnahmen könnten die US-Wirtschaft erheblich belasten, da viele dieser Arbeitskräfte schwer zu ersetzen sind. Höhere Lohnkosten könnten die Inflation weiter anheizen – ein Thema, das bei den kommenden Kongresswahlen eine zentrale Rolle spielen dürfte.

„Irgendwann wird man diese Arbeitgeber ins Visier nehmen müssen“, erklärte Jessica Vaughan vom migrationskritischen Center for Immigration Studies. „Wenn das geschieht, werden die Arbeitgeber von selbst anfangen, ihr Verhalten zu ändern.“

Der Widerstand wächst

Die verschärften Maßnahmen stoßen zunehmend auf Kritik. Besonders in Städten mit hohem Migrantenanteil wie Miami regt sich Widerstand. Dort wurde kürzlich der erste demokratische Bürgermeister seit fast 30 Jahren gewählt – ein mögliches Zeichen für die wachsende Ablehnung von Trumps Politik.

Viele Bürger sehen die Aktionen nicht mehr nur als Einwanderungsfrage, sondern als Verletzung von Grundrechten und gar eine Militarisierung von Wohngebieten. Der moderate Republikaner Mike Madrid sagte, das „sei ein Problem für den Präsidenten und die Republikaner.“

Rekordabschiebungen und aggressive Taktiken

Seit Trumps Amtsantritt wurden bereits über 620.000 Menschen abgeschoben. Er hatte angekündigt, jährlich eine Million Menschen auszuweisen. Obwohl diese Zahl wohl verfehlt wird, stiegen die Festnahmen durch ICE deutlich an. Laut „Reuters“ wurden zuletzt auch viele Menschen ohne Vorstrafen oder andere Straftaten festgenommen – ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu früheren Regierungen. Trump beklagte jedoch laut „NBC“, dass ihm die Razzien „nicht weit genug“ gegangen seien.

Kritik an Methoden

Die Methoden der Behörden sorgen für Empörung. Maskierte Beamte setzen Tränengas in Wohngebieten ein und nehmen sogar US-Bürger fest. Zudem wurden Ehepartner von US-Bürgern bei ihren Green-Card-Interviews verhaftet und Menschen kurz vor ihrer Einbürgerung abgeführt. Sarah Pierce von der Organisation Third Way glaubt, dass Unternehmen bald gegen diese Politik protestieren könnten, wenn sie selbst ins Visier geraten.