Auf der Rollbahn und voll bewaffnet: Ukraine vernichtet russische Jets auf der Krim

Ukrainische Langstreckendrohnen haben zwei russische Su-27-Kampfjets am Militärflugplatz Belbek auf der von Russland besetzten Halbinsel Krim getroffen. Dies teilte der ukrainische Geheimdienst SBU mit. Der Angriff wurde laut "RBC" vom Spezialoperationszentrum "Alpha" des SBU durchgeführt.

Strategischer Stützpunkt der russischen Luftwaffe

Belbek, nahe Sewastopol gelegen, dient den russischen Streitkräften als zentraler Standort für Kampfflugzeuge und Luftverteidigungssysteme. Laut dem "Kyiv Independent" wurde eine der getroffenen Su-27 auf einer Rollbahn zerstört, während sie vollständig bewaffnet für den Kampfeinsatz bereitstand. Der Schaden beläuft sich auf geschätzte 70 Millionen US-Dollar. Zudem wurde der Kontrollturm des Flugplatzes beschädigt.

Ukrainische Drohnen
Drohnen spielen im Ukraine-Krieg eine zentrale Rolle. Evgeniy Maloletka/AP/dpa

Zweiter Angriff binnen weniger Tage

Der SBU erklärte auf Telegram, dass dies bereits der zweite erfolgreiche Angriff auf den Belbek-Flugplatz innerhalb weniger Tage sei. 

In der vergangenen Woche zerstörten Drohnen laut "Kyiv Independent" bereits russische Ausrüstung im Wert von Hunderten Millionen Dollar, darunter Radarsysteme wie Nebo-SVU und 92N6 des S-400 Triumph-Systems, ein Pantsir-S2-Luftabwehrsystem sowie ein MiG-31-Kampfflugzeug mit voller Bewaffnung. 

Auch Pipeline getroffen

Die Ukraine schickte zudem Kampfdrohnen zu diversen weiteren Zielen in Russland. Dabei wurde unter anderem eine Pipeline in der Region Krasnodar, nahe der Krim, getroffen und in Brand gesetzt. Nach russischer Darstellung war die Pipeline von Trümmern einer abgeschossenen Drohne getroffen worden.