Brucks jüngster Kandidat im Kampf um das Oberbürgermeisteramt

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Carl-Magnus Bahner will Oberbürgermeister werden. © privat

Der bislang jüngste OB-Kandidat tritt für die FDP an. Carl-Magnus Bahner möchte einen Wechsel an der Stadtspitze von Fürstenfeldbruck einläuten.

Fürstenfeldbruck - Er ist mit 25 Jahren bisher mit Abstand der jüngste OB-Kandidat in der Kreisstadt. Aber die Politik hat ihn von Kindheit an begleitet. Seit er denken kann, erinnert sich Carl-Magnus Bahner an offene Debatten am Essenstisch. „Es gab kein Abendessen, bei dem wir nicht über Politik diskutiert haben.“ Sein Vater Herwig Bahner saß für die CSU im Stadtrat und wechselte später zur FDP. Seine Mutter Monica und Geschwister kandidierten ebenfalls bereits für die Liberalen. Jetzt will er es wissen.

Zur OB-Kandidatur für die FDP kam Carl-Magnus Bahner über Umwege. Im vergangenen Jahr fragte Florian Weber, ob er für Die Partei ins Rennen gehen würde. Eine Kandidatur habe ihn gereizt, erzählt Bahner. Aber nicht für die Partei. Denn er glaubt, dass Fürstenfeldbruck frischer Wind gut tue. „Ich habe schon überlegt, parteifrei anzutreten und Unterschriften zu sammeln“, erzählt der selbstständige Finanz- und Versicherungsmakler. Dann kam er mit Klaus Wollenberg ins Gespräch. Der erzählte, dass die FDP gerne einen Bewerber aufstellen würde, sich aber niemand traue. „Da habe ich gesagt, ich traue mich.“

Und so soll der 25-Jährige am 7. Dezember als Spitzenkandidat der Liste FDP/Unahbhängige Brucker nominiert werden. Der Partei, die sich am ehesten an der Mitte orientiere und in der er sich so am ehesten wiederfinde, sagt Bahner. Im Wahlkampf will er den Bürgern zuhören, auf ihre Wünsche eingehen, wie er sagt. „Viele stört seit Jahren, dass es in Fürstenfeldbruck ein schlechtes Netz und Funklöcher gibt.“ Da möchte er ansetzen. Auch die Finanzlage der Stadt möchte er sich als Oberbürgermeister vornehmen. Weitere Ziele sind die Sport- und Kulturförderung.

Zu seinen Chancen meint er: „Ich bin optimistisch, ich glaube, die Leute wollen in der Politik etwas Neues.“ Seine Familie unterstütze ihn bei der Kandidatur, erzählt der 25-Jährige, der in seiner Freizeit gerne in der Natur und mit Freunden unterwegs ist. Auch Sport – Handball und American Football – zählt zu seinen Hobbys.

Das Ziel für die Wahl sind mindestens zwei Sitze, die ihn vermutlich in den Stadtrat bringen würden – womöglich gemeinsam mit seinem Bruder Claus-Peter, der auf der CSU-Liste steht. Das gab es auch bei seinen Eltern schon. Ein Zeichen für die offene politische Diskussion im Hause Bahner „Wir würden uns beide füreinander freuen, wenn es was wird.“

Drei weitere Bewerber fordern OB Christian Götz heraus: Markus Droth für die Freien Wähler, Martin Urban für die CSU und Jan Halbauer für die Grünen.