Jan Halbauer will für die Grünen das Brucker Rathaus erobern

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Jan Halbauer © Archiv

Nach neun Jahren Pause schicken die Grünen wieder einen eigenen Kandidaten in die Oberbürgermeisterwahl. Jan Halbauer will Christian Götz beerben.

Fürstenfeldbruck - Bei den Oberbürgermeisterwahlen 2017 unterstützen die Grünen Martin Runge, vor drei Jahren verzichteten sie auf einen eigenen Bewerber. „Nun wollen wir den Bruckern ein zusätzliches Angebot machen“, sagt Jan Halbauer. Der 41-jährige Politikwissenschaftler möchte gegen OB Christian Götz und die Vertreter der anderen Gruppierungen antreten.

Im kommenden März hat Halbauer zwei Stadtratsperioden hinter sich. „Ich habe einige Erfahrungen und Eindrücke gesammelt, die ich gerne an führender Position einbringen möchte“, sagt der Fraktionsvorsitzende der Grünen. Vor allem drei Schwerpunkten möchte er sich widmen: „Keine Industrie im Rothschwaiger Forst“, lautet sein Haupt-Wahlkampfthema. Temporärer Kiesabbau sei in Ordnung, doch eine Bodenwaschanlage, ein Projekt auf 20 Hektar Fläche nicht. „Wir werden ein Alternativ-Angebot machen.“ Generell sei ihm als Grüner der Natur- und Umweltschutz wichtig. ‚Baumschutz ist nur ein Punkt, den er umsetzen möchte.

Halbauer will zwar keine Industrie im Wald, aber sehr wohl eine aktive Industrie- und Gewerbepolitik. Den Wirtschaftsstandort Fürstenfeldbruck möchte der 41-Jährige als zweites Kernthema ausbauen, um Planungssicherheit und stabile Gewerbesteuereinnahmen zu gewährleisten. Und drittens liegt ihm der Wohnungsbau am Herzen. Dass Geringverdiener und Mittelständler kaum Chancen haben, eine Eigentumswohnung zu finanzieren, mache ihn traurig. „Wir brauchen dringend ein Einheimischenmodell.“ Die Stadt müsse Grundstücke kaufen und ihre Vorkaufsrechte nutzen. Auch der kommunale Wohnungsbestand müsse erhöht werden, um mehr bezahlbare Mietwohnungen anzubieten, fordert Halbauer.

Der vierte Kandidat

Vorstand und Fraktion der Grünen haben Jan Halbauer bereits bestätigt. Die Nominierungsversammlung, bei der auch die Liste für die Stadtratswahl aufgestellt wird, ist für November oder Dezember geplant. Das Ziel ist angesichts starker Konkurrenz das Erreichen der Stichwahl. „Ich freue mich, wenn ich helfen kann, mehr Sitze im Stadtrat zu bekommen“, sagt Halbauer. „Und die Stichwahl wäre die Kür.“

Neben Jan Halbauer wollen bisher zwei Politiker vorbehaltlich der Zustimmung der Ortsverbände den amtierenden Rathauschef Christian Götz beerben: Martin Urban (CSU) – die Nominierungsversammlung ist am Donnerstagabend – und Markus Droth (Freie Wähler). SPD und FDP stellen wohl keinen eigenen Kandidaten. ÖDP, Linke und Die Partei halten sich noch bedeckt.

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