Der Oberbürgermeisterkandidat der Freien Wähler heißt Markus Droth. Mit 100 Prozent Zustimmung fordert er Rathauschef Christian Götz heraus.
Fürstenfeldbruck - Nur 24 stimmberechtigte Mitglieder konnte Brucks FW-Vorsitzender, Stadtrat Georg Stockinger, zur Aufstellungsversammlung im Beachgarten am Pucher Meer begrüßen. Der Grippevirus hatte zugeschlagen und eine größere Anwesenheit verhindert. Als Gäste waren der FW-Kreisvorsitzende Hans Friedl und sein Stellvertreter Gottfried Obermair gekommen. FW-Landratskandidat Stefan Weinberger, der beruflich in Dubai weilte, sendete per Videobotschaft Grüße.
Die Liste der Freien Wähler
1. Markus Droth, 2. Georg Stockinger, 3. Heike Schmidtke,
4. Quirin Droth, 5. Peter Glockzin, 6. Johann Schilling, 7. Otmar Tholler, 8. Thomas Zapf, 9. Melanie Herzfeld, 10. Felix Menes,
11. Susanne Droth, 12. Otmar Gottmann, 13. Ulrich Steber,
14. Thomas Lorenz, 15. Thomas Grätz, 16. Georg Schaffer,
17. Sarah Grätz, 18. Dr. Stefan Weinberger, 19. Birgit Zapf,
20. Ludwig Gascher, 21. Axel Grodotzki, 22. David Kisur, 23. Stephanie Stockinger, 24. Franziska Zapf, 25. Monika Märk,
26. Melanie Kögl, 27. Antonia Zapf, 28. Walter Bertl, 29. Klaus Vordermeier, 30. Klaus Hartung, 31. Manuel Kögl, 32. Bettina Cimiotti, 33. Jürgen Skrzypczak, 34. Markus Adelhoch, 35. Marco Knetemann, 36. Katharina Braumiller, 37. Mathilda Cimiotti, 38. Martina Appel, 39. Renate Appel, 40. Veronika Droth.
Nachrücker: Sandra Haupt, Franz Neuhierl.
Einziger Kandidat für das Oberbürgermeisteramt war Markus Droth, der dem Stadtrat seit 1990 angehört – früher für die CSU, seit 2019 für die FW. Bei seiner kurzen Vorstellung von knapp zehn Minuten verkündete der 59-Jährige kein großes Wahlprogramm. „Einige stellen den Sport in den Mittelpunkt. Wenn ich aber hier so in die Runde schau, dann sind wir eigentlich alle echte Triathleten“, sagte Droth. „Wir pendeln zwischen Familie, Beruf und Ehrenamt.“ Es sehe ja auch so aus, als wenn der eine oder andere noch mehr für das Ehrenamt investieren möchte. Aber, so Droth, als Stadtrat müsse man in Bruck einen sehr langen Atem haben.
Keine weitere Lehrzeit
An mehreren Themen, bei denen die FW auch punkten konnten, erläuterte Droth die Politik der Wählergruppierung in Bruck. „Wir haben zwar keine einheitliche Meinung, aber vom Grundverständnis her die einheitliche Haltung, indem wir sagen, wir bieten eine Plattform für bürgerliches Engagement.“ Das schwierige Thema B2, die Ehrenamtsförderung für die Feuerwehr, die Lände-Lösung für die Razorbacks, die Energieentwicklung mit Geothermie und Windrädern, bezahlbaren Wohnraum für die Bürger, die verschärfte Abstandsflächenregelung in Bruck: Es gebe einen breiten Strauß an Themen, die es zu bearbeiten gelte, sagte Droth. „Wir können uns keine weiteren Lehrzeiten eines Oberbürgermeisters erlauben.“ Er sei mitten drin in allen Themen, „deshalb würde ich gern mit euch in den Wahlkampf ziehen“. Wählten die Bürger die FW, bekämmen sie eine geerdete, bürgerfreundliche, kreative Politik mit wirtschaftlichem Sachverstand und sozialer Verantwortung, die diese Stadt in die Zukunft führe. „Pragmatisch, nachhaltig und erfahren. Pack`mas an.“
Einstimmig wurde Droth zum OB-Kandidaten gekürt. Im Anschluss verlas Versammlungsleiter Gottfried Obermair die Namen für die Stadtratsliste. Dort erhält Droth starke Unterstützung von seiner Familie: Denn sowohl seine Ehefrau Susanne als auch Sohn Quirin und Tochter Veronika sind dort zu finden.
Die Stadträte Georg Stockinger, Hans Schilling und Peter Glockzin – beide wechselten im Laufe der vergangenen Amtszeit von der CSU zu den Freien Wählern – machen weiter. Und mit Ludwig Gascher findet sich auch der frühere Vorsitzende der Brucker Seniorenunion unter den Bewerbern um einen Sitz im Stadtrat. Mit zwei ungültigen Stimmen und 22 ja-Stimmen wurde die Liste beschlossen.
Auch die CSU hat ihren OB-Kandidaten mit Martin Urban bereits gekürt. Für die Grünen will Jan Halbauer antreten. Die SPD verzichtet voraussichtlich auf einen Bewerber. Die BBV nominiert am Donnerstag Christian Götz und die Stadtratsliste.