Die Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro durch die USA hat eine Welle politischer Reaktionen in Lateinamerika ausgelöst. Präsident Donald Trump präsentierte die Aktion in einer Pressekonferenz als Beweis für die unangefochtene Dominanz der USA in der Region. "Die amerikanische Vorherrschaft auf der westlichen Hemisphäre wird nie wieder infrage gestellt werden", erklärte Trump laut "AP", nachdem Maduro in New York den Behörden ausgehändigt wurde.
Rechte Regierungen feiern, linke Präsidenten kritisieren
Die Festnahme Maduros löst verschiedene Reaktionen in der politischen Landschaft Lateinamerikas aus. Rechte Staatschefs wie Javier Milei aus Argentinien und José Antonio Kast aus Chile begrüßten die Aktion als Sieg für Demokratie und Freiheit. Milei sprach von einer "blutigen Diktatur", die die Region belastet habe, während Kast die Festnahme als "großartige Nachricht" bezeichnete. Auch Ecuadors Präsident Daniel Noboa warnte Anhänger des Bolivarianischen Regimes laut "AP" vor einem Zusammenbruch ihrer Strukturen.
Linke Staatschefs wie Luiz Inácio Lula da Silva aus Brasilien und Claudia Sheinbaum aus Mexiko hingegen kritisierten das Vorgehen der USA scharf. Lula warnte vor einem gefährlichen Präzedenzfall, während Sheinbaum von einer Gefährdung der regionalen Stabilität sprach. Kolumbiens Präsident Gustavo Petro bezeichnete die Aktion als Angriff auf die Souveränität Venezuelas und Lateinamerikas insgesamt.
Historische Parallelen und Unsicherheiten
Trumps Vorgehen erinnert an eine lange Geschichte der US-Interventionen in Lateinamerika. Von militärischen Besetzungen im frühen 20. Jahrhundert bis zur Unterstützung autoritärer Regime während des Kalten Krieges haben solche Eingriffe tiefe Spuren hinterlassen.
Auch unter Trumps Verbündeten gibt es laut "AP" gemischte Reaktionen: Während El Salvadors Präsident Nayib Bukele sich zurückhaltend äußerte, betonte Boliviens Präsident Rodrigo Paz die Bedeutung demokratischer Wahlen – eine Position, die durch Trumps spätere Zusammenarbeit mit Maduros Vizepräsidentin Delcy Rodríguez infrage gestellt wurde.
Durch die Festnahme Maduros lässt sich eine zunehmende Polarisierung zwischen rechten und linken Regierungen feststellen. Mit seiner "Donroe-Doktrin" setzt Trump auf eine klare Linie: Unterstützung für ideologisch verbündete Staaten und Druck auf Gegner wie Kuba oder Mexiko.