Nach dem Sturz des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro hat sich US-Präsident Donald Trump skeptisch über die Eignung von Oppositionsführerin María Corina Machado als dessen Nachfolgerin geäußert.
"Ich denke, es wäre sehr schwierig für sie, die Führungsposition zu übernehmen, da sie weder die nötige Unterstützung noch den nötigen Respekt im Land genießt", sagte er bei einer Pressekonferenz in seiner Residenz Mar-a-Lago in Florida über die Friedensnobelpreisträgerin. "Sie ist eine sehr nette Frau, aber ihr fehlt der Respekt der Bevölkerung."
Machado beging "ultimative Sünde"
Laut einem Bericht der "Washington Post" könnte jedoch etwas anderes hinter seiner Ablehnung von Machado stecken. Demnach will Trump die Führerin der demokratischen Opposition in Venezuela nicht im Amt, weil diese ihm ihren Friedensnobelpreis nicht übergab. Das berichtet die "Post" unter Berufung auf zwei Personen aus dem Umfeld des Weißen Hauses.
"Hätte sie ihn abgelehnt und gesagt: 'Ich kann ihn nicht annehmen, weil er Donald Trump gehört', wäre sie heute Präsidentin von Venezuela", zitiert die "Washington Post" eine der beiden Personen. Machado hatte den Preis angenommen, ihn aber dem US-Präsidenten gewidmet. Laut dem Bericht sei dies die "ultimative Sünde" gewesen.