Neues über die geplante Haimhauser Zufahrt

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Haimhausen soll in etwa acht Jahren eine B13-Zufahrt mit intelligenter Ampelanlage bekommen. © nb

Haimhausen soll in acht Jahren einen B13-Anschluss zur Autobahn mit Ampel bekommen.

Haimhausen – Auch wenn es noch einige Jahre dauern wird, aber irgendwann bekommt Haimhausen eine neue Zufahrt über die Bundesstraße B13 in Richtung der Autobahnauffahrt Unterschleißheim (A92). Dem Gemeinderat wurde nun schon einmal der Stand der Planungen vorgestellt.

Haimhauser Ingenieur darf planen

Mit Ergun Dost hat ein Haimhausener Ingenieur den Auftrag bekommen, die Zufahrt zum Ort zu planen. Die Bundesstraße wird entlang des Maisteig vierspurig gebaut, von der Autobahn-Anschlussstelle bis zum Abzweig Haimhausen. Dort war ursprünglich ein Kreisverkehr angedacht, aber die Überlegung wurde mittlerweile wieder verworfen.

Die aktuelle Variante sieht erneut einen klassischen Abzweig von der nach Pfaffenhofen und Ingolstadt führenden Bundesstraße vor, der über Haimhausen und Hebertshausen in Richtung Dachau führen soll, erklärte Dost. Diese Abbiegung soll laut den aktuellen Plänen etwa 150 Meter nördlich – also Richtung Fahrenzhausen hin – gebaut werden. Vorgesehen ist die Verkehrsführung mit einer intelligenten Ampelanlage. Der Verkehr soll täglich um etwa 5000 auf rund 30 000 Fahrzeuge zunehmen.

Die derzeitigen Pläne sehen vor, dass die B13 in etwa acht Jahren ausgebaut werden könnte. Die Maßnahme hängt jedoch von einigen Faktoren ab: Zuerst wird die Autobahn A92 auf sechs Spuren erweitert und dann wird auch in dem Zug die Unterschleißheimer Auffahrt um etwa 150 Meter Richtung Eching verlagert. Für die B13-Veränderungen soll nun schon einmal das Planfeststellungsverfahren gestartet werden, damit die Maßnahme mit Fertigstellung der neuen A92-Auffahrt dann auch direkt angegangen werden kann.

Viele Blechschäden bei Auffahrunfällen

Bei der Vorstellung im Gemeinderat meldete sich Anton Rottmair (CSU) zu Wort. Er ist Landwirt, besitzt ein Feld direkt neben der aktuellen Einmündung der von Haimhausen kommenden Straße in die B13 und beobachtet dort regelmäßige Auffahrunfälle. Da es sich dabei nur um Blechschäden ohne Personenschaden handelt, gilt die Einmündung nicht als Unfallschwerpunkt.

Rottmair regte an, die Situation zu entschärfen, mit einer Beschleunigungsspur von Haimhausen Richtung Autobahn oder einer provisorischen Ampellösung. Die Vertreter des Staatlichen Bauamts machten deutlich, dass provisorische Veränderungen vor dem großen Umbau nicht angedacht sind. Zudem würde eine Einfädelspur neue Probleme bringen, weil viele Autofahrer das Reißverschlusssystem nicht richtig umsetzen, glauben die Experten.

Nach der ersten Vorstellung der Pläne vom Oktober vergangenen Jahres hat sich nun einiges geändert. Der im kommenden Jahr scheidende Bürgermeister Peter Felbermeier (CSU) sieht der Planung für die neuen Verkehrswege in acht Jahren entspannt entgegen. Er kann sich gut vorstellen, dass es bei den verschiedenen Autobahn-Bauabschnitten und der neuen Haimhauser Anschlussstelle noch erhebliche Verzögerungen geben kann.

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Neue Situation für geplantes Gewerbegebiet

In den vergangenen Jahren bemühte sich die Gemeinde Haimhausen vergeblich, die Realisierung eines Gewerbegebietes an der Bundesstraße B13 nahe dem Maisteig möglich zu machen. Im vergangenen Jahr bekam die Gemeinde aus dem bayerischen Innenministerium die Absage, weil das ins Auge gefasste Gelände keine Anbindung an den Ort hat, aber auch keinen Anschluss an starke Verkehrsverbindungen. Mit dem vierspurigen Ausbau der Bundesstraße B13 könnten die Karten neu gemischt werden für das Gewerbegebiet.

Bürgermeister Peter Felbermeier (CSU) sagt, dass dieses Thema frühestens mit der Straßenbaumaßnahme in acht Jahren wieder auf den Tisch kommt. „Mit einem Haimhausener Gewerbegebiet wird sich erst der übernächste Gemeinderat beschäftigen“, sagt der Bürgermeister.

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